Tigerlilie

Irgendwie stecke ich mit beiden Füßen im Sommerloch. Im September komme ich da hoffentlich dann auch wieder raus.

Vor ein paar Tagen habe ich einmal wieder ein Objektiv mit Zwischenringen getestet: das Meyer-Optik Görlitz Oreston 1.8/50:

Michael MoellerMichael MoellerMichael Moeller

Das Kleine gefällt mir immer besser.

Du hast den Farbfilm vergessen…

…oder so ging doch das Lied von Nina Hagen.

Vor ein paar Monaten kam die alte Minolta XG2 meines Großvaters zu mir.
Die Belederung ist ein wenig ramponiert und wurde an der einen oder anderen Stelle bereits geklebt. Die Batterie war leer, also musste eine Neue her. Testen konnte ich die Kamera im Leerlauf nicht, denn es war ein Film eingelegt und der Zähler zeigte, dass bereits vier Aufnahmen getätigt wurden.

Michael Moeller

Ich weiß nicht, wann mein Großvater aufgehört hat, mit der Kamera zu fotografieren, ich schätze, dass es so um 1990 gewesen sein muss, vielleicht auch etwas später. Somit war der Film seit ca. 25 Jahren oder auch etwas länger in der Kamera. Warum also nicht mal ein paar Aufnahmen damit machen?

Michael Moeller

Gesagt, getan, ein, zwei Testbilder gemacht: Zeiten und Verschluss klangen soweit ok und los ging es. Die Kamera hatte mich dann ca. zwei Monate begleitet, bis der Film dann endlich voll war. Das Zurückspulen lief ohne Probleme, der Film ist nicht gerissen. Es war (natürlich) ein Farbfilm, leider kein Schwarz-Weiß-Film in der Kamera. Eigenentwicklung fehlanzeige. Bis ich den Film dann abgegeben hatte, dauerte es wieder ein paar Wochen. Vor ein paar Tagen hielt ich dann die Negative in den Fingern, zusammen mit der Bildübersicht, dem Index-Print und der Mitteilung des Labors, dass der Film überlagert sei. Ach was…

Michael Moeller

Auf den Index-Prints waren einige Details zu erkennen, also rauf mit den Negativen auf den Scanner, obwohl auf den Negativstreifen fast nichts erkennbar war. Die Aufnahmen meines Großvaters waren leider alle komplett verloren.

Michael Moeller

Die Ergebnisse, der Aufnahmen, welche ich selbst angefertigt hatte,  überraschen mich, der sich mit den überlagerten Filmen noch nicht beschäftigt hat, doch schon etwas. Ich kann nur sagen: I love it. Jedenfalls ist das Ergebnis sehr weit entfernt von der klaren, sauberen digitalen Anmutung heutiger Bilder, aber ich glaube, ich werde sowas öfter machen.

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Auf ein Entflecken habe ich bei diesen Bildern ausnahmsweise verzichtet 🙂

Ach ja, als Objektive kamen das Minolta 1.7/50 und das Minolta 2.8/35 zum Einsatz.

 

 

You have enough gear…

Heute gibt es einen kleinen Link-Tipp zu den kleinen Ausreden, die uns Fotografen (und alle anderen Kreativen) von der Umsetzung unserer Ideen abhalten:

Nummer 1: Keine Inspiration
Du wartest auf die Inspiration. Bisher vergeblich? Für die Zukunft sicherlich auch.
Die Inspirationsfee kommt leider nicht, du musst schon rausgehen und arbeiten, beobachten, kombinieren, untersuchen, spielen, testen… machen.

Nummer 2: Keine Zeit
Eine der Lieblings-Ausreden überhaut: Ich habe keine Zeit dafür.
Ist dir die Fotografie wichtig? Willst ein Buch schreiben? Dann tu es und lass die Dinge sein, die dir nicht so viel bringen. Tu es heute.
Wir haben heute soviel Zeit, Dinge zu tun, die wir möchten, wie niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nutzen wir sie richtig?

Nummer 3: Nicht die richtige Ausrüstung
Das Lieblingsthema von David Duchemin: Dir fehlt die richtige Ausrüstung.
Nein, man mat meist mehr als man nutzt. Lerne, das was du hast, an die Limits zu bringen. Einfach mal das „haben-will“-Gen unterdrücken und das nutzen, was man hat.

And, of course, my favorite:

Number 2.1 Need more Coffee

Letzendlich: Machen! Nicht warten…

Den letzten Punkt setzte ich gerade um. 25 % der To-Do-Liste abgearbeitet. Läuft 😉

 

 

 

Frøslevlejren II

Hier nun die Bilder vom Frøslevlejren, die ich dort bei meinem letzten Besuch mit der Leica Mini II und dem Tri-X 400 aufgenommen habe. Fragt mich bitte nicht nach Blende oder Belichtungszeit, diese Informationen hält die Kamera leider geheim.

Aber irgendwie mag ich den Film.

Entwickelt wurde in Kodak D76 1+1, 20 °C, 11 Minuten.