12 magische Mottos [2017-05]: Auf der Straße

Das Thema im Mai 2017 der 12 magischen Mottos von Paleica lautet: Auf der Straße.

Da ich zum Monatswechsel in Portugal war und danach doch so einiges um die Ohren, mussten die Bilder etwas warten.

In Während meines Urlaubes in Portugal habe ich überwiegend mein Zoom benutzt. Mit Autofokus. Leider.
Nach fast zwei Wochen merkte ich, wie ich immer mehr in alte Verhaltensmuster verfiel, und die Bilder immer beliebiger wurden. Es waren die Muster, die ich durch die analoge Fotografie und den Einsatz von Altglas abzulegen versuche.

In Lissabon nahm ich dann wieder mein Voigländer Scoparex 2.8/35 auf die Kamera und nichts anderes. Reduktion pur. Immer noch keine Kracher, aber der Blick änderte sich, der Spaß nahm wieder zu. Vielleicht sollte ich mein Zoom verkaufen…
Und dahin gehen, wo ich inzwischen fast am liebsten Bilder mache… auf die Straße.

Frøslevlejren

Über das kleine KZ Frøslevlejren nahe der dänischen Grenze hatte ich früher schon berichtet.
Der Umgang der Dänen mit diesem Stück Geschichte ist schon etwas Besonderes, schließlich beherrbergt das Gelände in den alten Baracken heute mehrere Museen, eine Informationsstelle von Amnesty International und auch eine Schule.
Leider hatte das Museeum gestern schon geschlossen, daher werde ich das Museeum nochmal zu einem anderen Zeitpunkt aufsuchen.

Ich war gestern vor ein paar Tagen mit vier Kameras Unterwegs: meiner Canon 7D diente Quasi als Referenz, dann Mittelformat, Kleinbild-SLR und Kleinbild Point-and-shoot. Irgendwie müssen die Filme ja voll werden.

Jetzt habe ich einige Tage mit der Scanner-Justierung zugebracht, aber viel mehr ist nicht rauszuholen, im Gegenteil, schlimmer geht es immer… mit der automatischen Scharfzeichnung zum Beispiel.

Hier nun die Bilder aus dem Mittelformat:

Sogar an der Doppelbelichtung habe ich mich versucht… muss ich wohl noch etwas üben 🙂

Es ist für mich gar nicht so einfach, geeignete Motive zu finden, die dem Format und der Belichtung auf Film gerecht werden. Auch daran muss ich arbeiten, aber das macht den Reiz mit dem Analogen auch aus.

 

 

Mittelformat

Langsam gege ich den Weg der analogen Fotografie weiter. Der Weg ist manchmal steinig, aber man wird mit tollen Aus- und Einsichten belohnt.

Für die Technikfreaks:
Film: Ilford HP5+, Entwickler Kodak D76 1+1, 20 °C, 11 min

 

 

 

 

Ilford FP4+ - Pentax SPII0017

Energiewende, Überall

Übrigens:
Wer sich die Mühe macht, die für einen Kleinbildfilm berechnete Menge an Entwickler in die Dose mit dem Mittelformatfilm zu kippen, wird mit den tollen, einmaligen Streifen am Rand belohnt.

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg II

Nachdem ich auf dem diesjährigen Wikingermarkt an der Turmhügelburg einen Schwarz-Weiß-Film  „durchgeschossen“ habe (dort die Bilder: Teil 1) und es das erste Mal war, dass ich auf solch einer Veranstaltung analog Fotografiert habe, wollte ich eine kleine Zusammenfassung mit meinen Erkenntnissen zusammenstellen.

Erste Erkenntnis: Film ist gutmütiger als Sensor

Bei dem Schuss in die Sonne wird klar, wie weit Film und Sensor auseinander liegen.
Auf dem Sensor wäre die Sonne total aufgefressen und abgehackt, auf dem Film ist der Übergang deutlich weicher.

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 7

Zweite Erkenntnis: Die Krux mit der Belichtungsmessung

Die meisten Bilder habe ich wohl etwas zu dunkel belichtet. Ich habe mich auf die Belichtungsmessung der alten Kamera verlassen. Ob und wie das System arbeitet, keine Ahnung. Ein kurzer Vergleich mit der Digitalen zeigte, dass die Zeiten beider Kamera manchmal gut zusammen passen, manchmal doch ein oder zwei Blenden auseinander liegen.
Ein Portrait musste ich verwerfen, weil ich nicht auf die Belichtungskompensation geachtet hatte. Beim digitalen Arbeiten lässt sich der Punkt über die Wahl der Belichtungsmessung oder einen Klick auf das gemachte Bild und eine anschließende, korrigierte zweite Aufnahme bekenen (kosst ja nix). Beim Arbeiten mit

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 5

Dritte Erkenntnis: Scannen dauert

Jedes Bild eines 36er-Filmes einzuscannen kann sich etwas hinziehen. Ich scanne jedes Bild einzeln ein, da die schwarzen Balken zwischen den Bildern die Kontrastbestimmung des Scanners doch erheblich beeinflussen kann. Und das zieht sich leider sehr in die Länge.
Von der Qualität liege ich schon deutlich über dem, was mir einige „professionelle“ Scandienste für teuer Geld angeboten haben, die erwartete Schärfe und Knackigkeit der Aufnahmen finde ich noch nicht. Mag am Scanner oder an der fehlenden Negativaufnahme liegen, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall werde ich mal versuchen, ein Negativ abzufotografieren.
Zweiter Optimierungspunkt: ein paar Bilder einfach mal belichten lassen, um die Schärfe des Negativs beurteilen zu können und die Ursache einzugrenzen..

Vierte Erkenntnis: auch destilliertes Wasser macht Flecken

… und nicht zu knapp.
Es muss doch wieder ein Netzmittel rein oder ein vernünftiger Abstreifer her.

Fünfte Erkenntnis: Farbfilter sind bestimmt toll

… wenn man sie denn hat. Farbkontraste fehlen im Graustufenbild, im Motiv vorhandene Farben gleicher Helligkeit werden dann in der gleichen Graustufe abgebildet.
Es wird wohl meine nächste Anschaffung sein: einen grünen, einen roten und einen gelben Filter der Cokin-Serie (Orange habe ich schon).
Für Portrait und Landschaften sind die Filter vor dem Objektiv unersätzlich, weil die nachträgliche Einflussnahme wie bei einem digitalen RAW- oder Farbbild fehlt.
Dazu passt das Zitat:

Du musst lernen, Schwarz-Weiß zu sehen.

 

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg

Der diesjährige Wikingermarkt an der Turmhügelburg in Lütjenburg stand für mich auch im Zeichen der analogen Bilder. Ich habe es geschafft, einen kompletten Film zu belichten und in den letzten Tagen zu entwickeln und zu scannen.

Unterwegs war ich wieder mit der Pentax Spotmatic SP II, diversen Objektiven und einem Ilford FP4+.

Laaaaaangzeitbelichtungen – Bilder aus Dosen

Laaaaaangzeitbelichtungen – Bilder aus Dosen

Jetzt weiß ich, warum ich Analog fotografiere: um an die Dosen zu kommen.

Nee, Ernstahaft. Bei der letzten Analogkneipe kam die Idee des Baus einer Lochkamera auf, und dieses Projekt, die Solargrafie, passt in diese Kategorie, auch wenn es einen komplett anderen Ansatz verfolgt. Die Ergebnisse gefallen mir jedenfalls.

21.06. Hmmm, sind ja nich ein paar Tage hin. Dosen habe ich, muss mir nur noch Papier beschaffen und ein paar schöne Orte ausfindig machen…

I am back…

Hinter mir liegen zwei Wochen Urlaub in Portugal. Es war eine kleine Rundreise von Faro über Tavira, Lagos und Sintra bis nach Lissabon. Es war Anstrengend und Schön zugleich. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, viele Eindrucke müssen nach und nach über das Reisetagebuch und die Bilder aufgearbeitet werden.

Jetzt sind wenigstens die Bilder gesichert, die Einbindung in Lightroom ist erfolgt, die Bilder sind ausgerichtet und die ersten wirklich unbrauchbaren gelöscht.

Michael Moeller

Das Herz der Algarve

Weiter geht es zum Wikingermarkt an der Turmhügelburg in Lütjenburg, zwei Tage abtauchen in eine andere, eine gänzlich andere Welt. Dann ist der Urlaub leider auch wieder vorbei.

Ein Reisebericht folgt.