November Blues – Day Twenty

Seit einigen Tagen geistert dieses Video durch das Internet:

6 Fotografen, ein Modell, sechs Ergebnisse

Die Verwunderung ist groß, darüber, dass sechs Fotografes es schaffen, dieselbe Person in sechs unterschiedlichen Sichtweisen abzubilden.

Ich finde es eher verwunderlich, dass alle sechs Fotografen es schaffen, sechs Klischees zu bedienen, jeder unabhängig von den Anderen.

Nehmen wir z.B. den Lebensretter. Kenner wir derartige Fotos nicht schon zur Genügen von den Feuerwehrmännern aus New York? Warum muss jeder, der einmal ein Leben gerettet hat, immergleich abgelichtet werden?

Gewiss üben bestimmte Posen eine bestimmte, fest verankerte Assoziation beim Betrachter aus, und scheinbar bei allen Betrachtern. Inclusive denen, die diese Bilder liefern.

Ich vermute, dass es sich bei den Fotografen um „professionelle“ Exemplare ihrer Gattung handelten, anders ist mir das stereotype Schubladendenken nicht erklärbar.

Der Mensch wird zur Marke.

Hätte ich so fotografiert? Ich denke, nein.
Ich muss wenigstens keine Kunden befriedigen. Ich muss keine schönen Bilder abliefern, die dem ewigen Mainstream genügen.
Wären meine Bilder besser? Akzeptierter?
Vermutlich nicht.
Nur einem würden sie besser gefallen.
Mir.

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