Ein kleiner (teil)-analoger Konzertbesuch

Ja, ich gebe zu, ich habe auch digital fotografiert. Nebensache.

Eigentlich ist meine digitale Kamera für die kleinen, dunklen Konzerte gar nicht geeignet. Es rauscht und überhaupt… und eigentlich mag ich die Bilder nicht gerne zeigen, weil sie nicht meinem Standard entsprechen. Die Bands sehen das allerdings ganz anders und ermutigen micht, damit weiterzumachen.

Naja, mir macht es ja auch Spaß, die Momente zu suchen, die aussagekräftigen und häufig auch sehr individuellen Posen der Musiker. Wenn es in den Clubs nur nicht immer so dunkel wäre wie in einem Bärena… Bärenpopo… ich nehme mir jedes Mal vor, ein Teelicht mitzunehmen, um wenigstens etwas Licht zu haben. Und Blitzen? Für mich ein NoGo. Purer Stess für die Jungs und Mädels auf der Bühne, abgesehen davon mag ich den Bild-Look auch nicht sonderlich.

Bei dem letzten Konzert von vier lokalen Metal-Bands im Plunschli in Husbyries konnte ich dann endlich einmal einen Film ausführen. Ich habe mich für den Ilford HP5+ entschieden, der mir bei dem Nacht-Fotowalk schon gute Ergebnisse beschert hat, belichtet habe ich ihn wieder auf ISO 3200. Ich denke, der Push um drei Stufen verlangt dem Film schon einiges ab. Es rauscht und die Kontraste sind schon recht hoch. Aber egal, ist halt Analog. Irgendwie gehe ich mit dem Medium Film viel verzeihlicher um als mit den digitalen Sensoren. Geht euch das auch so?

Den Anfang machte die Band Sørdlich, die spontan für eine andere Band eingesprungen war.

 

Weiter ging es mit Durothar, Viking Metal mit deutschen Texten:

Up to you aus Missunde sind schon etwas länger im Geschäft. Ich hatte die Jungs, ebenso wie Durothar, schon einmal vor der Linse:

Den Rauskehrer machten die Jungs von DUK-Rock³, die eine besondere Form von Rock-Musik zelebrieren, den Kubik-Rock. Die Show war schon etwas Besonderes.

Es ist zwar immer wieder etwas lästig, mit zwei Kameras unterwegs zu sein, aber für mich hat es sich in jedem Fall gelohnt. Es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich analog auf den Konzerten unterwegs war. Vielleicht sollte ich mich sogar eher mal trauen, die Digitale zuhause zu lassen.

Eingepackt war der Film übrigens in einer Minolta X-700, als Objektiv habe ich das Minolta 1.4/58 verwendet.

Ich präsentiere hier 16 von 33 Bildern, gut 50% Ausbeute.
Die habe ich digital nicht…

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4 Gedanken zu „Ein kleiner (teil)-analoger Konzertbesuch

  1. Reinhard Witt Fotografie

    Von was für einer ISO Zahl reden wir denn überhaupt?… Ansonsten VF… noch mal wiederhole ich mich nicht! 🙂 Und in der Postproduktion gibt es da so einige Möglichkeiten die Deinen analogen Film echt alt aussehen lassen… Wobei Du weißt: Nix, aber auch gar nix gegen analog… 🙂 Aber den digitalen Vorteil bei solchen Aufnahmen möchte ich nicht mehr missen. Egal ob Du bei völliger Dunkelheit und einigen Scheinwerfern fotografierst oder mit einem Feuerzeug in einem kleinen Raum. 😉
    https://schnuckyathome.wordpress.com/2017/08/06/schoenhagen/

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    Antwort
    1. blacktowerpics Autor

      Lach nicht… ISO 3200
      Du brauchst dich nicht zu wiederholen, ich habe dich schon verstanden 🙂
      VF steht auch noch auf meiner Wunschliste, nicht nur wegen des Rauschverhaltens…
      Postproduction ist schön, nutze ich auch gerne. Aber warum soll ich ein digitales Bild nehmen und durch die Bearbeitung analog aussehen lassen? Dann fotografiere ich gleich analog und spare mir die Bearbeitung.
      Den Regler der Rauschreduzierung verwende ich sehr vorsichtig, er ist ein schöner Weichzeichner. Aber auch das mag an meiner Kamera liegen.

      Gefällt 1 Person

      Antwort
      1. Reinhard Witt Fotografie

        Ich habe ja nicht gesagt, dass Du es danach noch bearbeiten sollst damit es analog aussieht.. 🙂 Digital ist digital. Analog bleibt analog… Wenn dieser Look Dein Ziel ist, dann fotografierst Du auch so… Mach ich auch so… 🙂 ich find’s eh bescheuert digital dahinter her zu rennen, wenn man es so viel einfacher haben kann. 😉 You know?

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  2. minoltagrafie

    Ja, ist schon eine komische Welt. Digital muss alles sauber und glatt sein. Bei analog liebt man das Korn.
    Aber in Wahrheit ist Korn eben Korn und nicht rauschen 🙂
    Warum versucht du nicht mal einen Delta 3200 oder T-Max 3200?

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