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Welcome 2019

2019.

Das neue Jahr ist da, es ist erst wenige Stunden alt. In den sozialen Medien wird es gefeiert und auch dieser Hype ist auch bald wieder vorbei. Schnelllebig ist die neue Zeit. Und es wird jedes Jahr etwas schneller, etwas schlimmer. Zumindest fühlt es sich so an.

Irgendwie freue ich mich persönlich auch darauf, auf ein frisches und unverbrauchtes 2019. Das alte Jahr ist abgehakt, mit allen seinen Höhen und Tiefen, gute Vorsätze sind getroffen für das neue Jahr. Abnehmen, mehr Sport, mehr Beweglichkeit, den Blog wieder mehr mit Leben füllen, mehr (Menschen) Fotografieren, Eintritt in die Selbstständigkeit. Tja, mal sehen, wie sich das neue Jahr entwickelt. Eines wird es sicher nicht: langweilig.

 

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Ich hatte gestern eine Definition für den Unterschied zwischen Bildern und Fotos gehört:

Fotografie bedeutet soviel wie „Malen mit Licht“.
Erstelle ich einen Abzug analog (Fotografie auf Film und Ausbelichtung in der Dunkelkammer) entsteht eine Fotografie, entsteht der Abzug digital, spricht man von einem Bild.
Hmmm, interessanter Gedanke. Kann, soll, muss, darf man das so unterscheiden oder ist es Haarspalterei? Wie seht ihr das?

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Ich habe leider heute kein Bild für dich…

Nein, ich werde mich nicht über GNTM auslassen.

Ich habe mich gemeint…

Seit Montag bin ich stolzer Besitzer einer neuen Kamera. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, davon ein Bild zu machen. Mittwoch habe ich dann jedenfalls erst einmal einen Film in die Kamera gefummelt, am Donnerstag ging es dann los, die ersten Bilder damit zu machen.

Um soviel vorweg zu nehmen, meine neuste Errungenschaft ist eine neue Kamera, keine Alte.
Aber sie hat keinen hochmodernen Sensor, sie wird einfach mit einem Mittelformat-Film bestückt. AF? Fehlanzeige. AV? TV? P-Modis? Beli? Nüscht. Eine hochauflösende Optik such man auch vergebens, kein Bajonett lädt dazu ein, eine neue oder alte Linse zu adaptieren. An der Oberseite befindet sich immerhin eine kleine Wasserwaage. Lediglich zwei Schalter an der Vorderseite geben einem eine Ahnung, womit man es zu tun hat, wenn man weiß, dass es sich bei dem schwarze Kasten mit den seltsamen Verschlüssen um eine Kamera handelt.

Das Wetter war am Donnerstag sehr gut, sehr Warm und Sonnig für unsere nordischen Verhältnisse. Also bin ich an den Hafen gefahren, habe meine Kamera aufgebaut, ein Film (Ilford FP4+) war ja schon drin. Die Lichtmenge habe ich mit der Digitalkamera gemessen, dazu noch die Lichtmengenreduzierung von meinen Cokin-Filtern ausgemessen. Mit der Digitalkamera kam ich bei dem Grünfilter auf 2 Blenden. Die Blende umgerechnet, den Filter berücksichtigt, mir Gedanken zum Schwarzschildeffekt gemacht… und eine Auslösung gemacht. Hurra, die Erste. Dann kam Gerd…

Ich kenne ihn von einigen Fototreffen und wir kamen sofort ins Gespräch über seine Kamera, meine Kamera, analoge Fotografie und überhaupt. Nach dem Gespräch habe ich meine Sachen gepackt und bin hoch zum Ostseebad. Leider waren Strand und Steg Schwarz von Menschen. Nix für mich und meine Kamera, nichts für meine Bildidee.

Somit bin ich unverrichteter Dinge wieder zurückgefahren zum Hafen, habe mir eine neue Location gesucht und war mit dem Einstellen noch nicht ganz fertig, da kam schon der erste Passant und frage, was ich da auf dem Stativ hätte. Jo, und ich habe erstmal erklärt. Seine Frau fotografiere auch und so ging das dann weiter. Und… wieder ein paar Passanten. Englischsprachig. Immerhin. Nach dem Gespräch und meinen Erklärungen war das Licht weg, also habe ich mir einen neuen Punkt gesucht, Kamera aufgebaut, ausgerichtet, und… ein Bild gemacht. Heureka.

Es kommt, wie es kommen musste, ich wollte noch eines machen, noch mit einem zusätzlichem Grauverlaufsfilter. Der  Filter war schnell angebracht Und noch ein paar interessierte Passanten auf Fahrrädern und ein Touristenpaar aus der Pfalz blieben stehen und fragten mich aus. Immerhin schaffte ich noch meine dritte Auslösung an dem Tag. Die Belichtungszeit betrug nun schon 5 Minuten. Egal. Soll so.

Auf dem Weg zum Auto kam mir ein Verdacht, der sich mit Blick auf die Bildnummer auch bestätigte: ich habe den Film nach der zweiten Aufnahme nicht weiter transportiert.

AAAAAHHHHHHHHH.

Aber, wisst ihr was? Das ist Analog, das passiert mal und das soll vielleicht auch so. Vielleicht sind die Aufnahmen ja doch etwas geworden, schaun wir mal, nach der Entwicklung weiß ich mehr.

Ich habe heute leider kein Bild für dich. Und mich leider auch nicht…

Aber: Bilder folgen.

Nikon FA + Nikkor 2.8/105 Makro

Vor einiger Zeit bekam ich von einem Vater eine Nikon FA geschenkt, dazu gab es ein 28 mm Objektiv. Mich kribbelte es dann längere Zeit nicht, das gute Stück anzufassen. Warum ein neues System? Dann noch Nikon mit einem Auflagemaß, welches die direkte Verwendung der alten M42-Linsen zunichte macht. Ein Fall für die Vitrine. Bis…

… ich das 105er Makro von Nikon dazu erhielt. Die Linse sieht an der Kamera schon irgendwie putzig aus, neues Design vs. alte Kameratechnik. Aber Makro? Ich hatte lange Zeit überlegt, ob ich mir mal ein Makro zulegen sollte, nun hielt ich eines in meinen Händen. Warum nicht einmal einen Film riskieren?

Und ja, hey, das Ding macht Krach. Aber im positiven Sinne. Als Film kam ein Ilford FP4+ zum Einsatz, Entwickelt wurde in D76. Die Bilder waren kontrastreich und knackig, wie ich es nur in Ausnahmefällen mit anderen Linsen hinbekommen habe…
was dafür spricht, dass die Linse wichtiger ist als die eigentliche Kamera…

Ilford FP4+ Nikon FA 0009

Leuchtturm Falshöft

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0015

Die Alex, ein Flensburger Wahrzeichen

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0024

Detail Mastlegeanlage

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0027

Offenblende

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0033

Meine alte Taschenuhr – Blende 16

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0036

Meine alte Taschenuhr

 

Ich mag den „Look“ der Bilder, einen Adapter für meine Canon habe ich schon, jetzt fehlt nur noch einer für Nikon-Objektive an Minolta. Die FA und ich werden wohl keine großen Freunde, obwohl sie bestimmt eine gute Kamera ist. Vielleicht gibt es aber auch eine Version für „mit dem linken Auge durch die Kamera gucker“!?

Wer weiß, aber nachdem ich mehrfach den Spannhebel fast im Auge hatte, wird sie wohl wieder überwiegend in die Vitrine verschwinden. Schade eigentlich…

 

 

 

 

Urlaub, DSGVO und sonst so?

So langsam komme ich aus dem zweiwöchigen Portugal-Urlaub wieder zu Hause an. Die Zeit vergeht leider immer wieder viel zu schnell. Nach einer kleinen Auszeit vom Bloggen soll es nur wieder langsam losgehen, das Schreiben, das Bilder machen, das Arbeiten.

Zunächst einmal darf ich meinen Blog DSGVO-konform machen. Ich freue mich schon auf die Recherche und Optimeriungsarbeit… wie auf eine Darmgrippe… Aber den Blog deshalb einstellen kommt für mich auch nicht in Frage.

Daneben folgt die Aufarbeitung der Portugal-Bilder aus nun leider schon zwei Urlauben, vielleicht das Anfertigen von zwei oder drei Bildern (Prints) für mein Arbeitszimmer oder das Wohnzimmer und natürlich das Arbeiten und Lernen in der Dunkelkammer.

Nebenbei, ich habe zum ersten Mal seit vielen Jahren im Urlaub auch wieder analog fotografiert, das Meiste in Schwarz-Weiß. Ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt. Leider liegen hier jetzt 8 Filmspulen, die Entwickelt, gescannt und weiterverarbeitet werden müssen, und das auch noch bei den derzeit herrschenden Temperaturen von fast 30 °C. Wie soll man da die Temperatur beim Entwickeln auf konstant 20 °C lassen? Ach, es ist ja ein Farbfilm dabei, den muss ich zum Entwickeln abgeben. Da waren es nur noch sieben Filme. Klingt doch schon viel Freundlicher 🙂

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Hier schon einmal ein kleiner, nicht so oft gesehener Einblick aus Lissabon. Die Farben im Fenster kommen durch den Pol-Filter richtig schön raus.

In Portugal waren es übrigens nur ca. 20 bis 22 °C, recht frisch für die Jahreszeit also. Das Baden im Atlantik blieb uns leider versagt, dafür konnte man hier schon in die Ostsee. Verkehrte Welt…

Ach ja, in Portugal kam auch zum erstem Mal meine neue Instax  zum Einsatz. Bei vollem Licht hat sie leider deutliche Schwächen. Schade. Vielleicht muss ich sie auch nur lernen, sie zu Verstehen.

The American Epic Sessions

Tilman machte mich vor ein paar Tagen auf ein Stück analoger Musikgeschichte aufmerksam. Bisher habe ich mich nicht für diese Art Musik interessiert, das sollte ich vielleicht ändern. Und die Aufnahmetechnik ist schon eine Klasse für sich. Doch seht selbst:

The American Epic Sessions

Leider ist das Video auf YouTube gesperrt, in Einzelteilen ist es aber sichtbar, deshalb hier einfach einmal der Trailer: