Archiv der Kategorie: Architektur

75 Sekunden Wikingturm

Michael Moeller

Wieder einmal gibt es den Blick vom Anlegeplatz des Restaurants „Odin“ in Haddeby.

Diesmal war es deutlich sonniger als bei meinem letzten Besuch. Ich musste einen 1000er Graufilter, einen Polfilter sowie einen Grauverlaufsfilter verwenden, um auf die gut 75 Sekunden Belichtungszeit zu kommen und auch etwas Struktur in die Wolken zu zaubern.

Zum Einsatz kam wieder das Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35.

Es ist auch ein kleiner Vorgeschmack auf das magische Motto im März von Paleica, was da heißt: „Bewegung“. Aber da kommt noch mehr, der Monat ist ja noch nicht rum 🙂

Wikingturm, Schleswig

Mal Sonne, mal Wolken, mal komplett bedeckter Himmel, ein Großteil der Aufgaben eines Fotografen besteht ja aus Warten. Warten auf den richtigen Moment natürlich, warten, dass die 15 Sekunden der Auslösung bald rum sind… und das bei, wie fast immer bei uns, heftigem Wind. Ich hatte zum Glück eine Kamera dabei, um das Stativ zu beschweren, sonst wäre es weggeflogen. No joke…

Michael Moeller

Hier kamen zwei Graufilter (64er und 1000er) und ein Polfilter zum Einsatz, um die weichen Wolkenstrukturen zu erzielen.

Rund um den Wikingturm

Eigentlich wollte ich etwas Material sammeln, um mich dem Projekt „Fine-Art-Architektur“ zu widmen. Ob es mich ausfüllt, weiß ich noch nicht, dehalb gilt die Devise, es einfach mal auszuprobieren.

Wer den Wiking-Turm für eine Bausünde der 70er hält, dem werde ich nicht (und vermutlich auch kein Schleswiger) widersprechen. Aber es ist leider DAS markante Hochhaus hier in Nord-Schleswig-Holstein und zum Üben allemal geeignet.

Interessant war für mich, neben dem klassischen Bilck auf Schleswig, den es später mal gibt, auch das Drumherum:

Weitere Informationen zu dem markanten und ungeliebten Wohn-Hochhaus in Schleswig gibt es: auf Wikipedia.

Schloss Glücksburg

Am Freitag hatte ich etwas früher Feierabed und konnte nochmal zum kleinen barocken Wasserschloss nach Glücksburg. Der Sonnenuntergang war leider nicht allzu spektakulär. Aber ich wollte ja auch mal die eine oder andere Linse testen.

Zum Einsatz kamen das altbewährte Meyer-Görlitz Lydith 3.5/30 und zum ersten Male das Meyer-Görlitz Domiplan 2.8/50. Das Lydith ist momentan meine kürzeste Brennweite. Der Sprung nach unten wird bei Altglas leider sehr teuer.

Das Lydith ist etwas langsam, bei Landschaftsaufnahmen ist die Offenblende von 3.5 aber völlig ok. Es ist auch etwas weicher als z.B. das Sigma 30/1.4, aber das störte mich nicht.
Dabei fällt mir ein, dass ich die Altgläser ja mal gegen die Neuen bei gleichen Brennweiten vergleichen wollte *knoteninstaschentuchmache

Das Domiplan erscheint mir deutlich weicher abzubilder als das Color-Ultron 1.8/50  von Voigtländer. Vielleicht spielt es seine Stärke eher im Portraitbereich aus.

 

Outtake am Rande:

Der Canaletto-Rahmen von Glücksburg. Mit ca. 80 mm Brennweite ist das Motiv… naja…  wie soll ichs höflich ausdrücken… für die Tonne?
Vielleicht für Fotografie mit dem Handy geeignet?
Keine Ahnung, eigentlich auch egal. Was ich schade finde, ist, dass man jetzt auch hier so eine Kreativitätsbremse aufbaut… getreu dem Motto

„Hier wird das gute Bild gemacht.
Das, was alle Anderen auch schon vor dir gemacht haben“.

PunktPunktPunkt

Michael Moeller

Meyer-Optik Görlitz Domiplan 2.8/50

 

 

Das Wahlversprechen – Voigtländer Ultron

„Das Wahlversprechen“

Eine Installation auf dem Marktplatz von Harrislee, einer Nachbargemeinde von Flensburg (die Harrisleeer sehen Flensburg als einen Vorort von Harrislee an 🙂 ).

Die achtteilige Figurengruppe aus Bronze wurde 1993/ 1994 von Bernd Maro erschaffen.

Hier die Bilder mit dem Voigtländer Color-Ultron  1.8/50:

Die SW-Umwandlung erfolgte in Lightroom.

Alle Bilder wurden mit Offenblende 1.8 gemacht. Das Fokussieren, vor allem bei wenig Licht und bei Gegenlicht ist immer noch eine Herausforderung.
Weitere Bilder mit anderen analogen Linsen folgen…

Lernkurve I

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Bild zum Thema High Key gepostet, welches aber nur Bedingt den gewünschten Effekt hatte.
Birgit hatte mir daraufhin ein Preset für LR zugeschickt, um das Bild etwas in die gewünschte Richtung zu bringen. Aber ich wurde mit dem Ergebnis nicht richtig „warm“.

Nachdem ich ein paar Tage auf dem Dilemma herumgedacht und auch noch einmal die Filterkollektion von NIK bemüht hatte, wusste ich, was nicht nach meinem Geschmack war.

Zunächst die Erkenntnis, dass die Helligkeit meines Monitors zu hoch eingestellt war und dass Silver Effex den Bilder nicht immer gut tut (die Tiefen waren komplett verunstaltet), war ich mit dem Ergebnis doch zufrieden. Seltsamerweise sah es auf dem ersten Blick so aus, wie mit dem Preset in LR. Auf dem zweiten Blick dann die Erkenntnis, dass die Blickführung umgedreht war…

Bei dem Original-Bild sind die Ränder dunkler als die Mitte, was bei der High-Key-Bearbeitung dazu führte, dass die Mitte des Bildes Kontrastarm und Leer wirkte.
Die Monitorhelligkeit war schnell reduziert, der Radialfilter in LR tat bezüglich der Vignette (vermutlich durch die Graufilter) sein Übriges.

DIeses Bild kommt meiner Vorstellung der Umsetzung nun schon viel näher:

Michael Moeller

 

High key in the city

Gestern zog es mich wieder einmal an unseren (Flensburgs) schönen Hafen, diesmal bei extrem bewölkten und strukturlosen Himmel. Es sollte eine Langzeitbelichtung werden, die in Richtung „High-Key-Look“ geht. Es war nicht einfach, bei dem Wind ein einigermaßen geschütztes Plätzchen zu finden.Hinter einem Bauwagen fand ich dann eine geeignete Stelle, die auch einen passablen Blickwinkel zuließ. Stativ ganz ausziehen (was niemals eine gute Idee ist, bei fast 2 m Kamerahöhe kann es schon mal wackelig werden), 1000er Graufilter drauf und 4 Minuten hoffen, dass keine Böe die Kamera zu sehr mitnimmt.

Ich hoffe, mein erstes High-key-Bild ist mir gelungen.

Michael Moeller

Im Bild sind übrigens sieben Fahradfahrer versteckt. Viel Vergnügen beim suchen 😉

Hier zum Vergleich die Roh-Variante ohne Nachbearbeitung (außer dem Bildschnitt und der Objektivkorrektur):

Michael Moeller