Archiv der Kategorie: Astro-Fotografie

12 magische Mottos [2017-03]: Bewegung

Das Thema im Monat März des Fotoprojektes „12 magische Mottos“ von Paleica lautet:

Bewegung

Fotografie ist ein zweidimensionales und „starres“ Medium. Trotzdem ist es mit verschiedenen Techniken möglich, Bewegung einzufangen. Hierfür gibt es unterschiedlichste Methoden: extrem kurze Belichtungszeiten, um einen Moment „einzufrieren“. Lange Belichtungszeiten, um die Bewegung im Bild sichtbar zu machen. Die Kamera während des Auslösens bewegen oder „mitführen“. Nur um die offensichtlichsten zu nennen – wahrscheinlich gibt es noch x mehr.

Ein für mich schönes Thema. Komfortzone. Never ending Story.

Alles ist im Fluss. Nichts ist jemals wirklich erkundet, erforscht, beendet. Das Schöne an der Fotografie ist ja, dass man auch hier kein Thema jemals wirklich zuende bringen kann. Man kann ein Meister auf seinem Gebiet werden, keine Frage. Aber es gibt immer wieder jemanden, der ein bekanntes Thema aufgreift und neu interpretiert, vielleicht seinen Stempel aufdrückt und manchmal sogar etwas gänzlich Neues kreiert.

Bewegung. Sie lässt sich in so vielen Arten Zeigen und gerade in der Fotografie durch das Einfrieren des Momentes auch „nicht zeigen“, dass es Unmöglich erscheint, alle Facetten darzulegen. Ein paar möchte ich aber zeigen:

IMG_0702

Bei diesem Bild nahm mich ein Räumfahrzeug fast mit. Unvergesslich 🙂

Michael Moeller

Smooth Water – unprocessed

Michael Moeller

Sternenspuren? Nicht, wenn die Verschlusszeit kurz genug gewählt wird, hier ca. 20 Sekunden.

Michael Moeller

Wellenpower ohne Graufilter

Schottland 2016

Bonnie Scotland, I love the clear blue water

Schottland 2016

Standing stones of Callendish

Schottland 2016

Wellenpower II – Bonnie Scotland, kurze Belichtungszeit

Michael Moeller

Dieses Bild sollte uuuuuunmengen an Lichtspuren zeigen… und es kam kein Auto. Die wenigen die fuhren, dachten, sie werden von Markus und mir geblitzt 🙂

Lightpainting, Kamera während der Aufnahme bewegen und und und… die Möglichkeiten und Motive sind fast unerschöpflich. Deshalb: break.

In ein paar Stunden gibt es das nächste Thema. Ich bin gespannt.

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Nachts am Treßsee

Gestern habe ich mir etwas nasse Füße am Ufer des Treßsees geholt.

Für euch habe ich unter Anderem dieses Bild hier mitgebracht:

Michael Moeller

Treßsee – 11 mm (*1.6) – f/2.8 – 25 sec. – ISO3200

Im Navi musste ich nach „Tresssee“ suchen. Fühlte sich irgendwie merkwürdig an. Aber Tressee fürte mich nur nach Italien. Auch nicht schlecht, aber für eine kurze Abendtour ein büschn weit.

Nach der allgemeinen Formel 500/Cropfaktor/Brennweite = max. Belichtungszeit, damit keine Sternenstreifen sondern Punkte entstehen, bin ich mit 25 an der Grenze der Belichtungszeit. In der 100%-Ansicht sehe ich auch schon eine leichte Strichbildung (zumindest bilde ich mir das unter all dem Rauschen ein…).
Also beim nächsten Mal wieder mit 20 sec. testen und vergleichen, da ich leider alle Bilder mit 25 sec gemacht habe.

Ich habe einen ähnlichen Bildausschnitt wie Nils, der mit seiner Vollformat-Kamera und eineem 24 mm-Objektiv neben mir stand. Vielleicht liegt das Problem mit der max. Belichtungszeit auch in einer falschen Brennweitenangabe des Objektives. Auch das gilt es bei Gelegenheit mal rauszufinden.

Die Schärfe könnte etwas besser sein, das Rauschen sowieso. Den optimalen Schärfefunkt bei der manuellen Fokussierung muss ich bei dem Objektiv noch suchen. Um das Rauschen zu vermindern, habe ich ein paar Bilder als Reihe gemacht und versuche, sie zu stapeln und durch einen speziellen Verrechnungsmodus zu „entrauschen“, Bin gespannt, ob das so klappt. Aber dazu später mehr.

 

 

Milky Way

Gestern Abend saß ich wieder in Norgaardholz am Strand und richtete meine Kamera gen Himmel. Es war nach 22 Uhr, der Himmel war Mondlos, aber leider nicht ganz Wolkenfrei.
Aber es war deutlich dunkler als bei meinem ersten Besuch vor einer Woche an der gleichen Stelle.

Michael Moeller

Hier einige Hinweise zur Entstehung der Bilder:

Zutaten:
Sternenklare Nacht mit möglichst wenig Licht am Himmel (Lichtverschmutzung)
Kamera mit Crop-Faktor 1.6 (Canon 7D Mk 2)
Objektiv Tokina 11-16/ 2.8
Fernauslöser
Stativ, möglichst stabil
RAW

Brennweite 11 mm/ 25 Sekunden/ ISO 3200/ Blende 2.8

Je offenblendiger sich das Objektiv einstellen lässt, umso besser. Bei dem verwendeten Weitwinkel beträgt die Offenblende 2.8. Ab einer Belichtungszeit von ca. 25-30 Sekunden fangen die Sterne durch die Erddrehung an, Spuren zu hinterlassen.
Man rechnet überschlagsmäßig: 500/ Brennweite = max. Belichtungszeit
Bei mir wären das: 500/ 11 mm/ Cropfaktor 1,6 = 28 sec.
Die 25 Sekunden geben eine kleine Reserve und ich empfinde die Zeit schon als Grenzwertig, länger dürfte ich nicht Belichten.
Blende und maximale Belichtungszeit stehen damit fest. Bleibt noch die Lichtempfindlichkeit, um die Milchstraße auf den Sensor zu bannen.
Die ist mit 3200 für mich an der Kamera maximal vertretbar gewählt. 1600 gibt leider zu wenig Zeichnung.
Wichtig ist auch noch die Aufnahme in Rohdatenformat, weil es deutlich mehr Bildinformationen enthält, als eine JPEG-Datei.

Ein Fernauslöser ist zur Verbesserung der Bildqualität hilfreich, enenso die Spiegelvorauslösung (sagen zumindest die Profis). Den Bildstabilisator am Objektiv sollte man bei Verwendung eines Statives immer ausstellen.
Was immer hilft, ist eine Kamera mit geringem Rauschverhalten bei höhreren ISO-Werten und ein Vollformatsensor.

Den Rest holt man über die RAW-Entwicklung aus dem Bild raus. Hier das Original zum Vergleich:

Michael Moeller

Kontrast, Lichter, Tiefen, Klarkeit, Farbtemperatur, Dynamik, das sind die wichtigsten Parameter zur Optimierung.