Archiv der Kategorie: Langzeitbelichtung

Wikingturm, Schleswig

Bilder vom Wikingturm in Schleswig habe ich ja schon das eine oder andere Mal gepostet. Die Meinungen der Schleswiger reichen von „Wahrzeichen“ zu „Schandfleck“, wobei die Anhänger der zweiten Variante wohl deutlich überwiegen.

Auf der Suche nach Motiven mit der 6×17 Lochkamera kam mir dieses Bauwerk gerade Recht.

Ilford FP4+ RSS 6x17 - 0003

Kamera: RealitySoSubtle 6×19
Brennweite: 70 mm
Blende: 233
Format: 6×17 cm
Film: Ilford FP4+
Belichtungszeit: 55 sec.
Filter: Orangefilter

 

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Pinhole 6×17

Endlich einmal ein Beitrag, der ohne den Begriff „Altglas“ auskommt. Das einzige glasähnliche Material, welches bei diesen Bildern zum Einsatz kam waren die Filterscheiben für die Farbfilter und einen Grauverlaufsfilter.

Die Entstehungsgeschichte der ersten beiden Bilder habe ich ja schon beschrieben. Bemerkenswert finde ich an dem zweiten Bild, dass es nicht komplett überbelichtet ist, da es ja aus zwei Belichtungen besteht. Aber auf der anderen Seite: eine richtige Belichtung und eine richtige Belichtung ergeben eine Blende Überbelichtung… und das steckt der Film weg. Und ich habe scheinbar ein gutes Stativ.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL_

Grünfilter, oberes Loch, 20 sec.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0001

Grünfilter, unteres Loch, 60 sec. und 300 sec. (Doppelbelichtung)

Am zweiten Aufnahmetag war ich mit Reinhard unterwegs. Ein kleiner Fotowalk in Sonvik und an der Flensburger Innenförde, Ausbeute: zwei Bilder. Das zweite Bild musste ich leider etwas beschneiden, da mein Finger beim Festhalten des Filters mit im Bild war.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0003

Grünfilter, oberes Loch, 85 sec.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0004

Grauverlaufsfilter, unteres Loch, 30 sec.

Nun ist auch das Geheimnis meiner Neuanschaffung gelüftet. Bilder von der Kamera folgen noch. Nur soviel vorweg: es handelt sich um eine 6×17 Lochkamera mit zwei Löchern, jeweils eines im oberen und unteren Drittel, um eine gerade Horizontlinie zu erzielen.

 

Ich habe leider heute kein Bild für dich…

Nein, ich werde mich nicht über GNTM auslassen.

Ich habe mich gemeint…

Seit Montag bin ich stolzer Besitzer einer neuen Kamera. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, davon ein Bild zu machen. Mittwoch habe ich dann jedenfalls erst einmal einen Film in die Kamera gefummelt, am Donnerstag ging es dann los, die ersten Bilder damit zu machen.

Um soviel vorweg zu nehmen, meine neuste Errungenschaft ist eine neue Kamera, keine Alte.
Aber sie hat keinen hochmodernen Sensor, sie wird einfach mit einem Mittelformat-Film bestückt. AF? Fehlanzeige. AV? TV? P-Modis? Beli? Nüscht. Eine hochauflösende Optik such man auch vergebens, kein Bajonett lädt dazu ein, eine neue oder alte Linse zu adaptieren. An der Oberseite befindet sich immerhin eine kleine Wasserwaage. Lediglich zwei Schalter an der Vorderseite geben einem eine Ahnung, womit man es zu tun hat, wenn man weiß, dass es sich bei dem schwarze Kasten mit den seltsamen Verschlüssen um eine Kamera handelt.

Das Wetter war am Donnerstag sehr gut, sehr Warm und Sonnig für unsere nordischen Verhältnisse. Also bin ich an den Hafen gefahren, habe meine Kamera aufgebaut, ein Film (Ilford FP4+) war ja schon drin. Die Lichtmenge habe ich mit der Digitalkamera gemessen, dazu noch die Lichtmengenreduzierung von meinen Cokin-Filtern ausgemessen. Mit der Digitalkamera kam ich bei dem Grünfilter auf 2 Blenden. Die Blende umgerechnet, den Filter berücksichtigt, mir Gedanken zum Schwarzschildeffekt gemacht… und eine Auslösung gemacht. Hurra, die Erste. Dann kam Gerd…

Ich kenne ihn von einigen Fototreffen und wir kamen sofort ins Gespräch über seine Kamera, meine Kamera, analoge Fotografie und überhaupt. Nach dem Gespräch habe ich meine Sachen gepackt und bin hoch zum Ostseebad. Leider waren Strand und Steg Schwarz von Menschen. Nix für mich und meine Kamera, nichts für meine Bildidee.

Somit bin ich unverrichteter Dinge wieder zurückgefahren zum Hafen, habe mir eine neue Location gesucht und war mit dem Einstellen noch nicht ganz fertig, da kam schon der erste Passant und frage, was ich da auf dem Stativ hätte. Jo, und ich habe erstmal erklärt. Seine Frau fotografiere auch und so ging das dann weiter. Und… wieder ein paar Passanten. Englischsprachig. Immerhin. Nach dem Gespräch und meinen Erklärungen war das Licht weg, also habe ich mir einen neuen Punkt gesucht, Kamera aufgebaut, ausgerichtet, und… ein Bild gemacht. Heureka.

Es kommt, wie es kommen musste, ich wollte noch eines machen, noch mit einem zusätzlichem Grauverlaufsfilter. Der  Filter war schnell angebracht Und noch ein paar interessierte Passanten auf Fahrrädern und ein Touristenpaar aus der Pfalz blieben stehen und fragten mich aus. Immerhin schaffte ich noch meine dritte Auslösung an dem Tag. Die Belichtungszeit betrug nun schon 5 Minuten. Egal. Soll so.

Auf dem Weg zum Auto kam mir ein Verdacht, der sich mit Blick auf die Bildnummer auch bestätigte: ich habe den Film nach der zweiten Aufnahme nicht weiter transportiert.

AAAAAHHHHHHHHH.

Aber, wisst ihr was? Das ist Analog, das passiert mal und das soll vielleicht auch so. Vielleicht sind die Aufnahmen ja doch etwas geworden, schaun wir mal, nach der Entwicklung weiß ich mehr.

Ich habe heute leider kein Bild für dich. Und mich leider auch nicht…

Aber: Bilder folgen.

Dunkelkammer – Tag 3

In den ersten Teilen (Teil 1 und Teil 2) meiner Erkundungsreise in die Welt der Vergrößerungen hatte ich ja schon erwähnt, dass die Belichtungszeiten am Vergrößerer recht kurz sind. Was tun bei zuviel Licht im Vergrößerer?

Dimmer einbauen? Möglich, keine Ahnung, wie die reproduzierbarkeit ist. Außerdem muss ja zum Scharfstellen immer wieder etwas Licht her. Teste ich vielleicht später mal.

Lampe wechseln? Gute Idee, hatte nur grad keine zur Hand…

Graufilter vor das Objektiv halten? Geht, kostet zwar Beweglichkeit, für einen ersten Versuch ist es aber eine Möglichkeit, zumal ich den ND8-Filter eh kaum nutze.

Tag 3 – Lichtreduktion mit ND-Filter

Den Filter in der einen Hand zu halten und mit der Anderen die Schaltuhr zu bedienen und auch noch abzuwedeln ist schon etwas anstrengend. Aber: machbar. Und es geht ja erstmal um einen Test.

Der ND8-Filter soll die Lichtmenge ja um drei Blendenstufen reduzieren. Somit müsste ich von 7 Sekunden bei Blende 11 auf 28 Sekunden bei Blende 8 kommen. Benötigt habe ich bei dem Bild vom ZOB Flensburg dann real 35 Sekunden. Passt. Einigermaßen. Weniger als eine halbe Blende Abweichung, was bei Film schon recht wenig ist. Dann ist der Abzug aber auch noch etwas heller geworden, sodass ich real von einer Lichtreduktion um ca. 4 Blenden durch den Einsatz des Filters ausgehe.

Aber endlich hatte ich ausreichend Zeit, um die Bilder durch Abwedeln oder Nachbelichten zu optimieren.

Bei dem Negativ von den Stühlen aus der Flensburger Innenstadt musste ich sogar den ND-Filter weglassen, alle Testbelichtungen (Sequenz 80″, 40″, 20″, 10″) waren deutlich zu hell.

Bei dem Bild vom ZOB war meine Welt dann wieder heile, mit ND-Filter kam ich in die gewünschten Regionen, was die Zeiten angeht.

Hier zum Vergleich die Variante ohne ND-Filter:

Michael Moeller

ZOB Flensburg (7) – Ilford Multigrade – Eukobrom, 1′ – f11 – 7″

Und… es ist im Vergleich zum härteren Papier deutlich mehr Zeichnung in den Tiefen zu sehen. Dafür fehlt auch leider das satte Schwarz.
Hier zum Vergleich der Abzug auf Tetenal Work mit Gradation 3:

An meinem nächsten Tag ging die Spielerei dann richtig los – ich habe zum ersten Mal mit Caffenol entwickelt. Dazu dann später mehr.

Industriedesign Flensburg

Bewaffnet mit einem Weitwinkel an der 7D und meiner Minolta X-700 zog ich mit Nils los, um ein wenig von dem industriellen Charme an Flensburgs Industriehafen einzufangen, so lange es noch möglich ist. Die Tätigkeiten am Hafen sind nahezu, wenn nicht sogar gänzlich, zum Erliegen gekommen und es gibt bereits Pläne zur Nutzung der Silos als Hotel oder Büro-Komplex.

 

Michael MoellerMichael MoellerMichael Moeller

Die Bilder aud der Minolta kommen (hoffentlich) etwas später, wenn der Film voll ist. „Hoffentlich“, weil ich nicht weiß, wie der Film bei Langzeitbelichtungen bezüglich des Schwarzschildeffektes reagiert. Filmkorn reagiert bei schwachem Lichteinfall anders als digitale Sensoren, ab theroretischen Belichtungszeiten von einer Sekunde muss die reale Belichtungszeit deutlich verlängert werden. So werden aus einer Sekunde zwei Sekunden und aus 10 Sekunden vielleicht dreizig bis vierzig Sekunden, weil der Anstieg nicht linear ist. Spannend…

Schützend…

legt sich die Nebelfahne der Stadtwerke über die nächtliche Stadt.
Oder haben die Stadtwerke die Stadt und ihre Bewohner fest im Griff?

Endlich stand wieder einmal ein Abend mit Langzeitbelichtungen auf dem Programm. Es war ausnahmsweise einmal ein klarer Abend und es hat nicht geregnet.
Die Skyline von Flensburg bietet jedenfalls immer wieder abwechslungsreiche Motive.

Michael Moeller

Laaaaaangzeitbelichtungen – Bilder aus Dosen

Laaaaaangzeitbelichtungen – Bilder aus Dosen

Jetzt weiß ich, warum ich Analog fotografiere: um an die Dosen zu kommen.

Nee, Ernstahaft. Bei der letzten Analogkneipe kam die Idee des Baus einer Lochkamera auf, und dieses Projekt, die Solargrafie, passt in diese Kategorie, auch wenn es einen komplett anderen Ansatz verfolgt. Die Ergebnisse gefallen mir jedenfalls.

21.06. Hmmm, sind ja nich ein paar Tage hin. Dosen habe ich, muss mir nur noch Papier beschaffen und ein paar schöne Orte ausfindig machen…