Archiv der Kategorie: Link

Crashkurs Portraitfotografie

Krolop und Gerst hauen mal wieder einen raus: diesmal einen zwölfteiligen Crashkurs zum Thema „Portaitfotografie“.

Michael MoellerEin hinter der Kamera unerfahrenes Model bekommt eine Kamera und jede Woche neue, aufeinander aufbauende Aufgaben. Teil 6 ist bereits raus. Es ist nicht alles Neu, aber es gibt dennoch immer wieder Anregungen und Impulse, ausgetretene Pfade zu verlassen und auch mal die Kompfortzone zu verlassen.

Michael Moeller

Hier der Link zum Kurs.

Squeezer(f)lens, die Erste – Teil Drei

Soooo, jetzt habe ich etwas Zeit, um durch die Bilder von meinem und Reinhards Ausflug durch die Flensburger Innenstadt zu blättern. Ein wenig konnte ich auch über die Linsen mit dem Faltenbalg nachdenken, die sich so herrlich „squeezen“ lassen. Die Finale Entscheidung wird vermutlich nur ein Gespräch mit Frank, dem Erfinder und Hersteller der Squeezerlenses bringen.

Zu den Linsen: wir waren mit zwei alten, zu Squeezerlenses umgebauten Mittelformat-Objektiven unterwegs, einem Volna 80/2.8 und dem Flektogon 50/4.0. Beide Linsen sind Vollformattauglich. Bei mir ergibt sich an der Canon 7D gegenüber dem Vollformat/ Kleinbild aber eine Ausschnittsvergrößerung um den Faktor 1,6 (nein, die Brennweite wird durch den kleineren Sensor nicht länger!).

Da ich selbst mit Brille keine 100%ige Sehschärfe erreiche, ist das manuelle Fokussieren für mich eher eine Glückssache und meist auch Zeitintensiv. Die kürzere Brennweite hat für mich da einen leichten Vorteil, die geringere Offenblende nur imaginär, weil ich die Blende 2.8 an dem Volna ja nicht nutzen muss (und auch nicht genutzt habe, die Bilder auf dem Fotowalk sind auch mit Blende 4.0 entstanden).

Vorteile für das Volna:

  • das geringere Gewicht
  • das höhere Freistellungspotential
  • die größere Offenblende
  • die höhere Tiefenwirkung

Vorteile für das Flektogon:

  • das höhere Gewicht (das ist jetzt Ernst gemeint)
  • die kürzere Brennweite für Aufnahmen in der Stadt (Architektur etc.)
  • tolle flares
  • die kurze Brennweite mit höherer Schärfentiefe

Break…

Kommt davon, wenn man mit dem Veröffentlichen der Beiträge zu lange wartet.

Inzwischen war ich bei Frank… zweimal sogar.

Zunächst einmal riet er mir mehr zu dem Volna. Besser für Portraits und Überhaupt, Anmutung, Tiefenwirkung… in vielen Dingen sprach einiges für die längere Brennweite.

Dann brachte er ein neues Thema auf: eine Fuji mit der Hektor-Squeezerlens. Der Vorteil der Fuji ist der elektronische Sucher und das focus peeking… super eine Baustelle gegen eine Andere getauscht.

Also erstmal wieder nach Hause gefahren… nachdenken.

Break 2…

Manchmal brauche ich etwas Zeit, um das Für und Wider abzuwägen. Jedenfalls habe ich mich gegen die Fuji und das Hektor entschieden. Ich halte die Zeit noch nicht für reif. Für mich nicht, muss ich dazu sagen, viele Andere zeigen den Platzhirschen am Kameramarkt ja schon länger den Rücken.

Zwischenzeitlich habe ich etwas das manuelle Fokussieren geübt. Vorraussetzungen waren die optimale Dioptrien-Einstellung im Sucher und die Verwendung meiner Lesebrille beim Fokussieren. Und siehe da: es geht. Es dauert zwar etwas, die Ausschussquote ist auch etwas höher als beim AF, aber es ist nicht unmöglich.

Bei meinem zweiten Fotowalk mit Reinhard habe ich die Lesebrille instinktiv schon aufgehabt, vielleicht hatte ich deshalb auch eine geringere Ausschussquote, als ich befürchtet hatte.

Nun denn, lange Rede, kurzer Sinn:
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer Volna 80/ 2.8 Squeezerlens.

Neue Wege breiten sich vor mir aus.
Ick freu mir.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Reinhard und Birgit fürs Zusprechen, Mut machen und Inspirieren. Und natürlich an Frank für seine Erfindung.