Archiv der Kategorie: Portrait

Kim (Digital)

Und nun folgen die digitalen Bilder von Kim. Sie wurden allesamt mit dem Helios 44-2 2.0/58 gemacht. Das Fokussieren mit dieser Linse fällt mir immer wieder schwer, das lichtdurchflutete Laub lud aber geradezu dazu ein, genau diese Linse zu verwenden.

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Nina (Analog)

Die Dritte im Bunde der Modelle war, nach Kim und Rike, Nina.

Leider hatte ich nur noch ein Bild auf dem Film und die verabredete Zeit von insgesamt zwei Stunden war leider auch schon vorbei.

Ilford HP5+ Minolta XD7 - 34

Normalerweise benutze ich bei Portraits einen Orangefilter. Dieses Mal habe ich den Filter bei dem shooting komplett vergessen. Wie ich jetzt erfahren habe, hatte ich gegen Abend Glück mit dem Licht: durch die veränderte Farbtemperatur ist der Einsatz des Orange-Filters gar nicht notwendig. Wieder etwas dazugelernt…

Kim (Analog)

Das letzte Treffen der Fotogruppe Schafflund Anfang Juni stand wieder unter dem Motto „Portrait“. Die Anzahl an Fotografen und Modellen hielt sich erfreulicherweise die Waage, sodass man sich nicht groß in die Quere kam. Leider habe ich in den zwei Stunden nur drei von den sieben Modellen vor die Linse bekommen. Der Umgang mit Altglas (Linsenwechsel, manuelles Fokussieren, …) bremst doch etwas aus.

Ich war, wie in letzter Zeit fast immer, sowohl Analog als auch Digital unterwegs. Als Erstes gibt es die analogen Bilder von Kim zu sehen:

Ilford HP5+ Minolta XD7 - 28

Minolta 1.4/58

Ilford HP5+ Minolta XD7 - 29

Helios 44-2 2.0/58 bei Blende 2.8

Ilford HP5+ Minolta XD7 - 31

Helios 44-2 2.0/58 bei Blende 2.8

Als Film habe ich einen Ilford HP5+ bei ISO 200 verwendet, als Kamera kam die Minolta XD7 zum Einsatz.

Wenn ich die Helios-Bilder von der Minolta mit denen der 7D (Crop-Sensor) vergleiche, dann tendiere ich bei der nächsten Kamera doch zum Vollformatsensor…
Oder gleich Mittelformat? Oder nur noch Film und für den Rest das Handy?
Wie auch immer… Das Helios will an Vollformat ausgeführt werden…

Finja

Das Mai-Treffen bei Daniel Heger im Studio stand unter dem Motto „analoge Digitalfotografie“. Die Idee dahinter:
– nur 36 Aufnahmen
– feste ISO
– Display ist ausgeschaltet
– kein Zoom

Es sollte versucht werden, sorgsamer mit den Auslösungen umzugehen und bewusster zu fotografieren. Und das Ganze mit digitalen Mitteln, da nicht jeder Fotograf über eine analoge Kamera verfügt.

Wir waren nur drei Fotografen, als Modell stellte sich Finja zur Verfügung. Ich war mit meiner Minolta XD7 unterwegs, wenn Analog, dann richtig. Für Daniel und den dritten Fotografen war es schon eine spannende Angelegenheit: Auslösungen zählen, die Belichtung nicht kontrollieren können (wie misst man die Belichtung beim Blitzen? Ach ja. Und wo ist der Belichtungsmesser? …), bis zum Ende des Tages nicht wissen, ob die Aufnahmen was geworden sind. Für mich war es sehr spannend, die Beiden zu beobachten.

 

Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0004Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0007

Auch das Kaleidoskop kam zum Einsatz:

Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0026

Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0032Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0035Ilford FP4+ Minolta XD7 - Finja 0037

Wir waren zwar im Studio, da es ein sonniger Tag war und wir viele Fenster hatten, habe ich kaum Aufnahmen mit der Blitzanlage gemacht. Somit sind fast alle Aufnahmen mit dem vorhandenen Tageslicht gemacht worden. Bei den meisten Bildern habe ich einen Orangefilter eingesetzt.

Was den Film angeht, war ich mit dem Ilford FP4+ etwas zu optimistisch. Ich haben den ISO125-Film schon auf ISO 200 belichtet, die Belichtungszeiten waren trotzdem manchmal etwas kurz und die Blende offener, als es mir lieb war. Das verwendete Minolta 1.4/58 ist bei Offenblende schon etwas weicher in der Abbildung.

Dunkelkammer – Tag 4

Heute berichte ich über die Erlebnisse meines vierten Experimentiertages in der Dunkelkammer und ich sagen: eine dufte Sache!

Naja, Duft und Duft. Da hat jeder so seinen eigenen Geschmack. Kaffe mag ich gerne riechen und auch trinken. In alkalischer Lösung verändert sich der Duft aber. Und nicht zum Positiven…

Caffenol, die Erste…

Jupp, heute geht es um die Entwicklung von Bildern in löslichem Kaffee, in Fan-Kreisen liebevoll Caffenol genannt.

Es gibt mehrer Varianten der beliebten Entwicklermischung, ich habe mich für das Caffenol-C-M entschieden, es besteht aus den folgenden Komponenten:

– 52 g Soda (Waschsoda, Natriumcarbonat)
– 16 g Vitamin C
– 40 g löslicher Kaffee
– Wasser, auffüllen auf 1 l

Die Komponenten werden nacheinander in Wasser gelöst, der Kaffee wird erst kurz vor der Entwicklung zugegeben. Beim Auflösen der Soda erwärmt sich das Wasser, vor dem Entwickelm muss die Brühe dann auf 20 °C runtergekühlt oder mit entsprechend kaltem Wasser versetzt werden. Immer gut rühren und die folgende Komponente erst zugeben, wenn die vorherige gut aufgelöst ist.

Michael Moeller

Stühle (13) – Ilford Multigrade – Caffenol, 2′ – f/8 – 22 sec.

Heißa, was für ein Gefühl, wenn die ersten Bilder das Entwicklungsbad verlassen…
Man muss schon zwischendurch schauen, wie sich das Bild macht, durch den Kaffe ist die Lösung ziemlich undurchsichtig, man fischt gewissermaßen im Trüben. Aber es lohnt für das eine oder andere Motiv (aber natürlich nicht für jedes Motiv!).

Michael Moeller

Flensburg Hafen (14) – Tetenal Work 3 – Caffenol, 4′ – f/8, ND8 – 40 sec.

Die Entwicklungszeit erhöht sich, je nach Papier um 50% oder mehr. Die längere zeit gibt gerade dem Anfänger mehr Möglichkeiten, die Qualität zu steuern und kleinere Unebenheiten im Workflow sind verzeihlicher.

Michael Moeller

Jenny (15) – Ilford Multigrade – Caffenol, 2′ – f/8/ ND8 – 25 sec.

Ich habe auch hier wieder den ND8-Filter zur Reduzierung der Lichtmenge eingesetzt.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Multigrade-Papier von Ilford nimmt das Caffenol deutlich besser an das das Festgraduierte Tetenal Work 3.
Die Färbung des Papieres gibt den Motiven etwas Warmes und einen nostalgischen Touch.

Notitz am Rande: das Schließen der Negativbühne erzeugt durch die verbesserte Negativplanlage deutlich schärfere Bilder 😉

Hier noch die Teile Eins, Zwei und Drei meiner kleinen Entdeckungsreise ins Reich des feinen Silbers.

Analog im Studio

Die heutige (digitale) Technik lässt keine Wünsche offen, was das Fotografieren im Studio angeht. Blitzlampen mit Einstelllicht und brachialer Leistung, Lichtformer (*hust*… als wenn sich Licht formen liesse), digitale Aufmnahmetechnik mit der Möglichkeit, sein Ergebnis sofort zu begutachten, über Tethering sogar in Echtzeit am Lappie möglich. Schlechte Bilder gibt es fast nicht mehr.

Und wie war das früher? Anders auf jeden Fall. Spannender auf jeden Fall, denn der Blick auf das Display oder den Monitor entfiel. Ob das Model die Aufgen zu hatte, ob der Fokus saß, ob die Blitze ausgelöst hatten, man musst es erahnen und im Gefühl haben.

Für mich stellte sich bei einem Treffen von Daniel Heger die Frage, ob das, was heute digital funktioniert, auch mit analogen Kameras machbar ist. Angefangen von der Belichtungszeit bis hin zur ansteuerung der Blitzanlage. Und siehe da, es funktioniert wunderbar.

Michael Moeller

Daniel stellte sich freundlicherweise als Model zur Verfügung

Zum Einsatz kam meine Minolta X-700 mit dem Minolta Rokkor 1.4/58, als Film ein Ilford FP4+. Die Blitzköpfe wurden auf Slave-Betrieb gestellt und mittels eines Aufsteckblitzes gezündet. Den Aufsteckblitz habe ich so gedreht, dass er kein direktes Licht auf das Motiv wirft.

Michael Moeller

Daniel und Susanne

Die Daten der Belichtung konnte ich von der digitalen Spiegelreflex übernehmen, eine halbe Blende mehr oder weniger ist bei Film eh unkritisch. Auf eine Farbfolie habe ich bei den Aufnahmen verzichtet, dann hätte sich die Belichtungszeit nochmals etwas verlängert.

Michael Moeller

Susanne

Die Negative habe ich nach dem Entwickeln gescannt und in Lightroom entstaubt.
Vielen Dank an dieser Stelle an Susanne für ihren Einsatz als Modell und natürlich Daniel Heger für die Organisation der Monatstreffen.

Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden und freue mich auf weitere analoge Aufnahmen im Studio.