Archiv der Kategorie: Tipp

You have enough gear…

Heute gibt es einen kleinen Link-Tipp zu den kleinen Ausreden, die uns Fotografen (und alle anderen Kreativen) von der Umsetzung unserer Ideen abhalten:

Nummer 1: Keine Inspiration
Du wartest auf die Inspiration. Bisher vergeblich? Für die Zukunft sicherlich auch.
Die Inspirationsfee kommt leider nicht, du musst schon rausgehen und arbeiten, beobachten, kombinieren, untersuchen, spielen, testen… machen.

Nummer 2: Keine Zeit
Eine der Lieblings-Ausreden überhaut: Ich habe keine Zeit dafür.
Ist dir die Fotografie wichtig? Willst ein Buch schreiben? Dann tu es und lass die Dinge sein, die dir nicht so viel bringen. Tu es heute.
Wir haben heute soviel Zeit, Dinge zu tun, die wir möchten, wie niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nutzen wir sie richtig?

Nummer 3: Nicht die richtige Ausrüstung
Das Lieblingsthema von David Duchemin: Dir fehlt die richtige Ausrüstung.
Nein, man mat meist mehr als man nutzt. Lerne, das was du hast, an die Limits zu bringen. Einfach mal das „haben-will“-Gen unterdrücken und das nutzen, was man hat.

And, of course, my favorite:

Number 2.1 Need more Coffee

Letzendlich: Machen! Nicht warten…

Den letzten Punkt setzte ich gerade um. 25 % der To-Do-Liste abgearbeitet. Läuft 😉

 

 

 

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Wikingermarkt an der Turmhügelburg II

Nachdem ich auf dem diesjährigen Wikingermarkt an der Turmhügelburg einen Schwarz-Weiß-Film  „durchgeschossen“ habe (dort die Bilder: Teil 1) und es das erste Mal war, dass ich auf solch einer Veranstaltung analog Fotografiert habe, wollte ich eine kleine Zusammenfassung mit meinen Erkenntnissen zusammenstellen.

Erste Erkenntnis: Film ist gutmütiger als Sensor

Bei dem Schuss in die Sonne wird klar, wie weit Film und Sensor auseinander liegen.
Auf dem Sensor wäre die Sonne total aufgefressen und abgehackt, auf dem Film ist der Übergang deutlich weicher.

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 7

Zweite Erkenntnis: Die Krux mit der Belichtungsmessung

Die meisten Bilder habe ich wohl etwas zu dunkel belichtet. Ich habe mich auf die Belichtungsmessung der alten Kamera verlassen. Ob und wie das System arbeitet, keine Ahnung. Ein kurzer Vergleich mit der Digitalen zeigte, dass die Zeiten beider Kamera manchmal gut zusammen passen, manchmal doch ein oder zwei Blenden auseinander liegen.
Ein Portrait musste ich verwerfen, weil ich nicht auf die Belichtungskompensation geachtet hatte. Beim digitalen Arbeiten lässt sich der Punkt über die Wahl der Belichtungsmessung oder einen Klick auf das gemachte Bild und eine anschließende, korrigierte zweite Aufnahme bekenen (kosst ja nix). Beim Arbeiten mit

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 5

Dritte Erkenntnis: Scannen dauert

Jedes Bild eines 36er-Filmes einzuscannen kann sich etwas hinziehen. Ich scanne jedes Bild einzeln ein, da die schwarzen Balken zwischen den Bildern die Kontrastbestimmung des Scanners doch erheblich beeinflussen kann. Und das zieht sich leider sehr in die Länge.
Von der Qualität liege ich schon deutlich über dem, was mir einige „professionelle“ Scandienste für teuer Geld angeboten haben, die erwartete Schärfe und Knackigkeit der Aufnahmen finde ich noch nicht. Mag am Scanner oder an der fehlenden Negativaufnahme liegen, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall werde ich mal versuchen, ein Negativ abzufotografieren.
Zweiter Optimierungspunkt: ein paar Bilder einfach mal belichten lassen, um die Schärfe des Negativs beurteilen zu können und die Ursache einzugrenzen..

Vierte Erkenntnis: auch destilliertes Wasser macht Flecken

… und nicht zu knapp.
Es muss doch wieder ein Netzmittel rein oder ein vernünftiger Abstreifer her.

Fünfte Erkenntnis: Farbfilter sind bestimmt toll

… wenn man sie denn hat. Farbkontraste fehlen im Graustufenbild, im Motiv vorhandene Farben gleicher Helligkeit werden dann in der gleichen Graustufe abgebildet.
Es wird wohl meine nächste Anschaffung sein: einen grünen, einen roten und einen gelben Filter der Cokin-Serie (Orange habe ich schon).
Für Portrait und Landschaften sind die Filter vor dem Objektiv unersätzlich, weil die nachträgliche Einflussnahme wie bei einem digitalen RAW- oder Farbbild fehlt.
Dazu passt das Zitat:

Du musst lernen, Schwarz-Weiß zu sehen.

 

 

Das Schweineschnäuzchen

Auch die Bezeichnung „das hässliche Entlein“ habe ich beim Stöbern im Internet zu Daten über diese Linse schon gefunden.

Es dürfte nach der Lochblende und der Holga-Linse wohl eine der kurioseten Linsen sein, die man vor eine moderne Spiegelreflex adaptieren kann:
das KMZ Industar 50-2 3,5/50.

Michael Moeller

Es war vermutlich DIE Kit-Linse des Ostblocks, gebaut von KMZ in der UDSSR, ein Zeiss Tessar-Klon, ein klasssischer Vierlinser.

Immerhin bringt das kleine Objektiv 68 Gramm soliden russischen Glases und Metalls auf die Waage, der Blendenring befindet sich auf der Vorderseite des Objektivs und die Blendenskala wurde zweimal aufgedruckt, weil sie sich beim Scharfstellen mitdreht.
Dafür ist die Bauhöhe kleiner als ein Adapter von MFT auf M42. Ein echtes Pancake.

Bei Blende 3.5 sind die Bilder etwas soft und die Vignettierung ist deutlich bemerkbar, spätestens ab Blende 8 ist die Vignettierung weg und die bilder sind scharf. Die Makrofotografen arbeiten wohl gerne mit dieser Sinse, weil die Bauform eine gute Beleuchtung der Objekte ermöglicht, da das Objektiv kaum Schatten auf den Objekten erzeugt.

Hier noch ein paar Bilder, stilecht nur mit der Squeezerlens. Sagte ich vorhin nicht etwas über kuriose Objektive? …

Lightroom-Tipps: Croptool II

Mit der Taste „L“ kann man sich den Hintergrund im Beschnittwerkzeug in Lightroom schwarz einfärben, um ein besseres Gefühl für die Bildwirkung nach dem Beschnitt zu erhalten, ich hatte in Teil 1 der LR-Tipps kurz darüber berichtet).

Einmaliges Drücken von „l“ (kleines „L“) setzt die Helligkeit der Bedienungselemente auf 50%, zweimaliges auf 100% und beim dritten Druck hat man wieder die normale Ansicht. Mit der Taste „L“ funktioniert der ganze Spaß rückwärts.

Es gibt noch eine weitere Option, die Adobe leider etwas versteckt hat:

Mit der Taste „o“ lassen sich die angezeigten Hilfslinien ändern, und zwar in der folgenden Reihenfolge:

  • Raster
  • Drittelregel
  • Diagonal
  • Goldener Schnitt
  • Goldene Spirale (Fibonacci-Spirale)
  • Seitenverhältnisse (… diese Anzeige macht für mich keinen Sinn, lässt sich aber zum Glück abschalten)

Mit „O“ (Umschalt-„o“) lässt sich die Ausrichtung einiger der Anzeigen dann ändern, die Spirale kann dann z.B. dem Motiv angepasst werden.

Im Menü „Werkzeuge“ findet sich der Unterpunkt „Freistellungsüberlagerung“, wo es auch die Option gibt, einzelne Elemente abzuwählen.

Habt Spaß damit und denkt immer daran, diese ganzen Gestaltungs“regeln“ sind keine Regeln und schon gar keine Garantie für gute Bilder. Manchmal hilft ein gutes Bauchgefühl mehr, als eine schlecht umgesetzte Gestaltungsrichtlinie.
Übertrieben angewendet kann das sture Befolgen der „Regeln“ zwar zu gefälligen, aber auch zu beliebigen Bildern führen.
Letztendlich gibt die Bildidee den Beschnitt vor.

Lightroom Tipps – Croptool I

Der Flensburger Fotograf Tilman Köneke hatte sich vor ein paar Tagen über das Thema „Crop or not„, also das Beschneiden der Bilder in der Nachbearbeitung geschrieben.

Grundsätzlich versuche ich ebenfalls, den Bildschnitt in der Kamera so genau wie möglich hinzubekommen. Es gibt viele Gründe, trotzdem mit etwas „Fleisch um das Motiv“ zu fotografieren, schiefe Horizonte, stürzende Linien oder ungenaue Sucher der Kameras sind nur einige Gründe, warum man hinterher nochmal etwas Hand anlegen muss sollte. Die kamerainterne Wasserwaage zum Beispiel hilft mir dabei schon enorm, weniger Ausschuss durch schiefe Horizonte zu erhalten und weniger der wertvollen Pixel hinterher verwerden zu müssen.

Das Nachträgliche Ändern des Bildformates ist ein weiterer Grund, den Schnitt in der Nachbearbeitung anzupassen.
Die Sensoren der Kameras liefern ein festes Maß, meist 4:3 oder 2:3, welches nicht immer zur Bildidee passt. In vielen Kameras kann das Format vorab eingestellt werden.

Das beste Tool, um den finalen Bildschnitt festzulegen ist für mich das Crop-Tool in Lightroom.
Viele Formate lassen sich vorauswählen und die Positionierung des Bildrahmens geschieht sehr intuitiv, da der Rahmen starr ist und sich das Bild durch Bewegen mit der Maus unter dem Rahmen hin- und herschieben lässt.
Um den optimalen Schnitt zu finden lassen sich die störenden Bedienelemente des Programmes durch Drücken der Taste „l“ ausblenden, bei einmaligem Drücken zu 50%, bei zweimaligem Drücken vollständig. Eine dritte Betätigung bringt den Bearbeiter wieder zurück in die Ursprungsansicht.
Das Bild lässt sich weiterhin mit der Maus bewegen und vergrößern und verkleinern. Ebenso lässt sich noch der Horizont ändern.

Weiter geht es in Teil 2.

 

Analog-Kneipe, Teil 2

Die zweite Analogkneipe von Tilman Köneke findet nun am 22.4. um 18:00 in Flensburg im Tremmerupweg statt.

Es wird wieder Diskussionen über analoge Fotografie, Altglas und hoffentlich auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Schwarz-Weiß-Film zu entwickeln, geben.

Wer sich für das Thema Interessiert, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen.