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Das Schweineschnäuzchen

Auch die Bezeichnung „das hässliche Entlein“ habe ich beim Stöbern im Internet zu Daten über diese Linse schon gefunden.

Es dürfte nach der Lochblende und der Holga-Linse wohl eine der kurioseten Linsen sein, die man vor eine moderne Spiegelreflex adaptieren kann:
das KMZ Industar 50-2 3,5/50.

Michael Moeller

Es war vermutlich DIE Kit-Linse des Ostblocks, gebaut von KMZ in der UDSSR, ein Zeiss Tessar-Klon, ein klasssischer Vierlinser.

Immerhin bringt das kleine Objektiv 68 Gramm soliden russischen Glases und Metalls auf die Waage, der Blendenring befindet sich auf der Vorderseite des Objektivs und die Blendenskala wurde zweimal aufgedruckt, weil sie sich beim Scharfstellen mitdreht.
Dafür ist die Bauhöhe kleiner als ein Adapter von MFT auf M42. Ein echtes Pancake.

Bei Blende 3.5 sind die Bilder etwas soft und die Vignettierung ist deutlich bemerkbar, spätestens ab Blende 8 ist die Vignettierung weg und die bilder sind scharf. Die Makrofotografen arbeiten wohl gerne mit dieser Sinse, weil die Bauform eine gute Beleuchtung der Objekte ermöglicht, da das Objektiv kaum Schatten auf den Objekten erzeugt.

Hier noch ein paar Bilder, stilecht nur mit der Squeezerlens. Sagte ich vorhin nicht etwas über kuriose Objektive? …

Lightroom-Tipps: Croptool II

Mit der Taste „L“ kann man sich den Hintergrund im Beschnittwerkzeug in Lightroom schwarz einfärben, um ein besseres Gefühl für die Bildwirkung nach dem Beschnitt zu erhalten, ich hatte in Teil 1 der LR-Tipps kurz darüber berichtet).

Einmaliges Drücken von „l“ (kleines „L“) setzt die Helligkeit der Bedienungselemente auf 50%, zweimaliges auf 100% und beim dritten Druck hat man wieder die normale Ansicht. Mit der Taste „L“ funktioniert der ganze Spaß rückwärts.

Es gibt noch eine weitere Option, die Adobe leider etwas versteckt hat:

Mit der Taste „o“ lassen sich die angezeigten Hilfslinien ändern, und zwar in der folgenden Reihenfolge:

  • Raster
  • Drittelregel
  • Diagonal
  • Goldener Schnitt
  • Goldene Spirale (Fibonacci-Spirale)
  • Seitenverhältnisse (… diese Anzeige macht für mich keinen Sinn, lässt sich aber zum Glück abschalten)

Mit „O“ (Umschalt-„o“) lässt sich die Ausrichtung einiger der Anzeigen dann ändern, die Spirale kann dann z.B. dem Motiv angepasst werden.

Im Menü „Werkzeuge“ findet sich der Unterpunkt „Freistellungsüberlagerung“, wo es auch die Option gibt, einzelne Elemente abzuwählen.

Habt Spaß damit und denkt immer daran, diese ganzen Gestaltungs“regeln“ sind keine Regeln und schon gar keine Garantie für gute Bilder. Manchmal hilft ein gutes Bauchgefühl mehr, als eine schlecht umgesetzte Gestaltungsrichtlinie.
Übertrieben angewendet kann das sture Befolgen der „Regeln“ zwar zu gefälligen, aber auch zu beliebigen Bildern führen.
Letztendlich gibt die Bildidee den Beschnitt vor.

Lightroom Tipps – Croptool I

Der Flensburger Fotograf Tilman Köneke hatte sich vor ein paar Tagen über das Thema „Crop or not„, also das Beschneiden der Bilder in der Nachbearbeitung geschrieben.

Grundsätzlich versuche ich ebenfalls, den Bildschnitt in der Kamera so genau wie möglich hinzubekommen. Es gibt viele Gründe, trotzdem mit etwas „Fleisch um das Motiv“ zu fotografieren, schiefe Horizonte, stürzende Linien oder ungenaue Sucher der Kameras sind nur einige Gründe, warum man hinterher nochmal etwas Hand anlegen muss sollte. Die kamerainterne Wasserwaage zum Beispiel hilft mir dabei schon enorm, weniger Ausschuss durch schiefe Horizonte zu erhalten und weniger der wertvollen Pixel hinterher verwerden zu müssen.

Das Nachträgliche Ändern des Bildformates ist ein weiterer Grund, den Schnitt in der Nachbearbeitung anzupassen.
Die Sensoren der Kameras liefern ein festes Maß, meist 4:3 oder 2:3, welches nicht immer zur Bildidee passt. In vielen Kameras kann das Format vorab eingestellt werden.

Das beste Tool, um den finalen Bildschnitt festzulegen ist für mich das Crop-Tool in Lightroom.
Viele Formate lassen sich vorauswählen und die Positionierung des Bildrahmens geschieht sehr intuitiv, da der Rahmen starr ist und sich das Bild durch Bewegen mit der Maus unter dem Rahmen hin- und herschieben lässt.
Um den optimalen Schnitt zu finden lassen sich die störenden Bedienelemente des Programmes durch Drücken der Taste „l“ ausblenden, bei einmaligem Drücken zu 50%, bei zweimaligem Drücken vollständig. Eine dritte Betätigung bringt den Bearbeiter wieder zurück in die Ursprungsansicht.
Das Bild lässt sich weiterhin mit der Maus bewegen und vergrößern und verkleinern. Ebenso lässt sich noch der Horizont ändern.

Weiter geht es in Teil 2.

 

Analog-Kneipe, Teil 2

Die zweite Analogkneipe von Tilman Köneke findet nun am 22.4. um 18:00 in Flensburg im Tremmerupweg statt.

Es wird wieder Diskussionen über analoge Fotografie, Altglas und hoffentlich auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Schwarz-Weiß-Film zu entwickeln, geben.

Wer sich für das Thema Interessiert, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen.

Workshop „Analog-Kneipe“

Morgen findet in Flensburg ein Workshop/ Treffen zum Thema „analoge Fotografie“ statt.

Wer also Zeit und Lust hat, vorbeizuschauen, und vorher vielleicht noch schnell einen Schwarz-Weiß-Film zum Vor-Ort-Entwickeln in die Kamera legt und mit Bildern füllt, darf gerne vorbeischauen:

Analog-Kneipe

Ich werde dort sein. Mit mindestens einem belichteten Film und hoffe, dass die Belichtung mit der alten Kamera geklappt hat.