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Squeezer(f)lens, die vierte

Anfang Dezember trieben Reinhard und ich uns mal wieder in Flenstown rum.
Squeezerlens, Altglas und die Suche nach den Bokeh standen auf dem Plan.

Der Weg führte am Alten Friedhof und dem Flensburger Gefängnis vorbei zum Weihnachtsmarkt, den die Flensburger liebevoll „die Punschmeile“ nennen.
Eine ganze Meile ist er sicher nicht lang, aber für den Ambitionierten Bokehjäger gewiss lang genug 😉

Wir genossen einfach den Tag ohne Hektik (sowas kennt man in Flensburg nicht, es sein, man macht sich selbst Stress) und mit viiiiel Ruhe und noch mehr Bokeh.

Hier ein paar Ergebnisse mit der Squeezerlens Volna 80/2.0:

Decay

Blende 2.8 und manuell fokussieren. Das war bisher nicht so ganz mein Ding.

Es nieselte mal wieder, das Licht war flau und kontrastarm. Keine guten Bedingungen für die Squeezerlens, die es eher trocken mag und ihre volle Stärke im Kontrast entfaltet.

Also habe ich mal wieder den Friedhof unsicher gemacht. Gegenüber meinen bisherigen Bildern mit dieser Linse habe ich diesmal Blende 2.8 genutzt. Mehr um zu sehen, ob ICH es schaffe, scharfe Bilder zu produzieren. Das Volna kann das.
Die Schärfentiefe löst sich durch das „squeezen“ der Optik im zarten Nichts der Diffusität aus Bokeh und flares auf.

Squeezer(f)lens, die Erste – Teil Drei

Soooo, jetzt habe ich etwas Zeit, um durch die Bilder von meinem und Reinhards Ausflug durch die Flensburger Innenstadt zu blättern. Ein wenig konnte ich auch über die Linsen mit dem Faltenbalg nachdenken, die sich so herrlich „squeezen“ lassen. Die Finale Entscheidung wird vermutlich nur ein Gespräch mit Frank, dem Erfinder und Hersteller der Squeezerlenses bringen.

Zu den Linsen: wir waren mit zwei alten, zu Squeezerlenses umgebauten Mittelformat-Objektiven unterwegs, einem Volna 80/2.8 und dem Flektogon 50/4.0. Beide Linsen sind Vollformattauglich. Bei mir ergibt sich an der Canon 7D gegenüber dem Vollformat/ Kleinbild aber eine Ausschnittsvergrößerung um den Faktor 1,6 (nein, die Brennweite wird durch den kleineren Sensor nicht länger!).

Da ich selbst mit Brille keine 100%ige Sehschärfe erreiche, ist das manuelle Fokussieren für mich eher eine Glückssache und meist auch Zeitintensiv. Die kürzere Brennweite hat für mich da einen leichten Vorteil, die geringere Offenblende nur imaginär, weil ich die Blende 2.8 an dem Volna ja nicht nutzen muss (und auch nicht genutzt habe, die Bilder auf dem Fotowalk sind auch mit Blende 4.0 entstanden).

Vorteile für das Volna:

  • das geringere Gewicht
  • das höhere Freistellungspotential
  • die größere Offenblende
  • die höhere Tiefenwirkung

Vorteile für das Flektogon:

  • das höhere Gewicht (das ist jetzt Ernst gemeint)
  • die kürzere Brennweite für Aufnahmen in der Stadt (Architektur etc.)
  • tolle flares
  • die kurze Brennweite mit höherer Schärfentiefe

Break…

Kommt davon, wenn man mit dem Veröffentlichen der Beiträge zu lange wartet.

Inzwischen war ich bei Frank… zweimal sogar.

Zunächst einmal riet er mir mehr zu dem Volna. Besser für Portraits und Überhaupt, Anmutung, Tiefenwirkung… in vielen Dingen sprach einiges für die längere Brennweite.

Dann brachte er ein neues Thema auf: eine Fuji mit der Hektor-Squeezerlens. Der Vorteil der Fuji ist der elektronische Sucher und das focus peeking… super eine Baustelle gegen eine Andere getauscht.

Also erstmal wieder nach Hause gefahren… nachdenken.

Break 2…

Manchmal brauche ich etwas Zeit, um das Für und Wider abzuwägen. Jedenfalls habe ich mich gegen die Fuji und das Hektor entschieden. Ich halte die Zeit noch nicht für reif. Für mich nicht, muss ich dazu sagen, viele Andere zeigen den Platzhirschen am Kameramarkt ja schon länger den Rücken.

Zwischenzeitlich habe ich etwas das manuelle Fokussieren geübt. Vorraussetzungen waren die optimale Dioptrien-Einstellung im Sucher und die Verwendung meiner Lesebrille beim Fokussieren. Und siehe da: es geht. Es dauert zwar etwas, die Ausschussquote ist auch etwas höher als beim AF, aber es ist nicht unmöglich.

Bei meinem zweiten Fotowalk mit Reinhard habe ich die Lesebrille instinktiv schon aufgehabt, vielleicht hatte ich deshalb auch eine geringere Ausschussquote, als ich befürchtet hatte.

Nun denn, lange Rede, kurzer Sinn:
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer Volna 80/ 2.8 Squeezerlens.

Neue Wege breiten sich vor mir aus.
Ick freu mir.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Reinhard und Birgit fürs Zusprechen, Mut machen und Inspirieren. Und natürlich an Frank für seine Erfindung.

Bokeh

Am Donnerstag stand wieder einmal ein kleiner Übungsabend  mit Nils zum Thema Bokeh auf dem Programm.

Michael Moeller

Bei Blende 2.8 erhiete ich mit meinem 85er diese „Kreise“.
Bei Blende 5.6 waren die Lichtpunkte kleiner, dafür kamen immer mehr Details von den Lichterketten ins Bild.
Ich gebe zu, Rund ist etwas Anderes. Also: weiter testen.
Auch Brennweiten, Objektive und Abstand zwischen Objekt und Lichtern…

Ich wünsche ein noch einen schönen 4. Advent.