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Das Schweineschnäuzchen

Auch die Bezeichnung „das hässliche Entlein“ habe ich beim Stöbern im Internet zu Daten über diese Linse schon gefunden.

Es dürfte nach der Lochblende und der Holga-Linse wohl eine der kurioseten Linsen sein, die man vor eine moderne Spiegelreflex adaptieren kann:
das KMZ Industar 50-2 3,5/50.

Michael Moeller

Es war vermutlich DIE Kit-Linse des Ostblocks, gebaut von KMZ in der UDSSR, ein Zeiss Tessar-Klon, ein klasssischer Vierlinser.

Immerhin bringt das kleine Objektiv 68 Gramm soliden russischen Glases und Metalls auf die Waage, der Blendenring befindet sich auf der Vorderseite des Objektivs und die Blendenskala wurde zweimal aufgedruckt, weil sie sich beim Scharfstellen mitdreht.
Dafür ist die Bauhöhe kleiner als ein Adapter von MFT auf M42. Ein echtes Pancake.

Bei Blende 3.5 sind die Bilder etwas soft und die Vignettierung ist deutlich bemerkbar, spätestens ab Blende 8 ist die Vignettierung weg und die bilder sind scharf. Die Makrofotografen arbeiten wohl gerne mit dieser Sinse, weil die Bauform eine gute Beleuchtung der Objekte ermöglicht, da das Objektiv kaum Schatten auf den Objekten erzeugt.

Hier noch ein paar Bilder, stilecht nur mit der Squeezerlens. Sagte ich vorhin nicht etwas über kuriose Objektive? …

12 magische Mottos [2017-01]: Abstraktion

In diesem Jahr nehme ich zum ersten Male an dem Fotoprojekt „12 magische Mottos“ von Paleica teil. Das Thema in diesem Monat lautet:

Abstraktion

Mein Beitrag dazu ist ein Lightpainting aus dem Herbst, bei dem ich Licht und Farben verwendet habe um abstrakte Effekte zu erzielen. Ihr könnt natürlich ebenfalls diese Technik anwenden und euch an einer derartigen Spielerei versuchen, oder aber ihr findet andere Wege. Abstraktionen können sowohl im Makro-/Detailbereich stattfinden (kleine Ausschnitte aus großen Elementen) oder umgekehrt (kleine Objekte in großem Kontext), manchmal reicht es, die Perspektive zu verändern, einen speziellen Ausschnitt zu verwenden, die Kamera oder das Objekt auf den Kopf zu stellen, Farben verändern, hinzufügen oder entziehen… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wikipedia sagt:

Die Abstraktion ist das Weglassens von Einzelheiten und des Überführens auf etwas Allgemeineres oder Einfacheres.[…] In der Bildenden Kunst bezeichnet Abstraktion einerseits die mehr oder weniger ausgeprägte stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte Aspekte. In diesem Fall spricht man davon, dass vom Allgemeinen auf das Wesentliche abstrahiert wird. Was als wesentlich gilt, bestimmt einerseits die Kreativität des Künstlers, andererseits die Wahrnehmung des Betrachters.

Es ist erlaubt, auf Altes zurückzugreifen oder eitwas Neues zu kreieren.

Kurzzeitig dachte ich darüber nach, meine Festplatte zu durchforsten, aber eigentlich ist das nicht in meinem Sinne. Also etwas Neues. Für mich Neues. Abstraktes.

Nun bin ich nicht der Makro-Fan, mag aber Detailaufnahmen. So kombiniere ich meine bisherigen Vorlieben für Details und ausgeräumte Bilder, alte Linsen, alte Technik und beschäftige mich mehr mit diesem Thema. Leider die letzten Tage erst, aber es wird in 2017 gewiss mehr werden.

Hier nun mein Beitrag:

Zum Einstz kam das Zenit Helios 44 2/58 mit der gedrehten Linse einmal bei Offenblende, einmal etwas abgeblendet.

Tags: #12MM2017 und #12MM2017_[01]

Linsendreh I

Jo, Reinhard hatte Recht, bei dem im Bilderrätsel vorgestellten Gegenstand handelt es sich um einen Objektivschlüssel, den man benötigt, um ein einige der älteren Objektive zu zerlegen und zu reinigen.

Oder zu manipulieren, wie Birgit es in einem Blogbeitrag über den Linsendreh beim Helios 44-2 einmal sehr ausführlich erläutert hat.

Und genau das habe ich mit einem Zenit Helios 44 2/58 gemacht…

Die ersten Ergebnisse im Feld waren überall noch sehr Unscharf. Heute habe ich es mit einem Zwischenring noch einmal versucht, weil ich vermutete, dass sich das Auflagemaß nun verändert hat und das Objektiv zu dicht am Sensor sitzt. Mit Zwischenring und etwas weiter geschlossener Blende lässt sich jetzt, zumindest am Kameramonitor, sogar etwas Schärfe erahnen. Aber dazu später mehr.

 

 

Details

Nur Spielereien. Altglas und Zwischenringe.
Staub kann auch toll aussehen… als Bokeh 🙂

Nur leider bekomme ich noch kein echtes Makro hin 😦

Dafür nächstes Mal mit Stativ und weniger ISO.
Und vielleicht mehr Bende…

Vielleicht…

Haste mal ’nen Euro…?

Na gut, Porto kan noch drauf.

Ein kleines neues Spielzeug für mein Helios…

58 mm, Blende 2.0

Michael Moeller

Immer noch 58 mm, Blende 2.0…

Michael Moeller

Ich wiederhole mich ja nicht gerne, aber … immer noch 58 mm, Blende 2.0…
(Meine Güte, ist der Deckel zerschrammt…)

Michael Moeller

Ja, ja, ja, …immer noch 58 mm, Blende 2.0…

Michael Moeller

Jetzt mal Blende 4.0:

Michael MoellerMichael Moeller

Wie das 16 mm hohe Logo in die Reihe passt, erfahrt ihr nach der nächsten Maus… 😉

 

Facing victory…

The name of the game is Brandubh, gaelic for „The black raven“, a game played in Ireland  related to Hnefatafl. The king wins when he reaches one of the corner fields or crossings.

Michael Moeller

Helios 44-2 58mm/2.0 -1/40 sec. – f/2 – ISO 1600

 

Zum Bild: Ein erster Testschuss mit dem neuerworbenen Helios-Objektiv. Klein, schwer (naja, eher Kompakt, aber es versetzt meine Kamera in eine ungewohnte Schieflage), super solide und Butterweich einzustellen.

Michael Moeller

Canon 50mm/1.4 – 1/40 sec. – f/2 – ISO 1600

Und hier zum Vergleich eine Referenzaufnahme mit einem Canon-Objektiv mit ähnlicher Brennweite. Fairerweise habe ich bei der Referenzaufnahme ebenfalls manuell fokussiert. Und gleich beim ersten Versuch den Punkt getroffen, es geht immer besser, das manuelle Fokussieren.
Beide Bilder sind ooc, lediglich bei dem Bild mit dem Helios habe ich die Belichtung um 0,3 Blenden angehoben. Das Kleine schluckt doch etwas mehr Licht als die Canon-Linse. Dafür erscheint mir das Bild mit dem Helios kontrastreicher, knackiger und doch weicher zu sein.
Klingt irgendwie Widersprüchlich. Mal sehen, was die nächsten Belichtungsversuche sagen.