Schlagwort-Archive: Filmbelichtung

Mittelformat

Langsam gege ich den Weg der analogen Fotografie weiter. Der Weg ist manchmal steinig, aber man wird mit tollen Aus- und Einsichten belohnt.

Für die Technikfreaks:
Film: Ilford HP5+, Entwickler Kodak D76 1+1, 20 °C, 11 min

 

 

 

 

Ilford FP4+ - Pentax SPII0017

Energiewende, Überall

Übrigens:
Wer sich die Mühe macht, die für einen Kleinbildfilm berechnete Menge an Entwickler in die Dose mit dem Mittelformatfilm zu kippen, wird mit den tollen, einmaligen Streifen am Rand belohnt.

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg II

Nachdem ich auf dem diesjährigen Wikingermarkt an der Turmhügelburg einen Schwarz-Weiß-Film  „durchgeschossen“ habe (dort die Bilder: Teil 1) und es das erste Mal war, dass ich auf solch einer Veranstaltung analog Fotografiert habe, wollte ich eine kleine Zusammenfassung mit meinen Erkenntnissen zusammenstellen.

Erste Erkenntnis: Film ist gutmütiger als Sensor

Bei dem Schuss in die Sonne wird klar, wie weit Film und Sensor auseinander liegen.
Auf dem Sensor wäre die Sonne total aufgefressen und abgehackt, auf dem Film ist der Übergang deutlich weicher.

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 7

Zweite Erkenntnis: Die Krux mit der Belichtungsmessung

Die meisten Bilder habe ich wohl etwas zu dunkel belichtet. Ich habe mich auf die Belichtungsmessung der alten Kamera verlassen. Ob und wie das System arbeitet, keine Ahnung. Ein kurzer Vergleich mit der Digitalen zeigte, dass die Zeiten beider Kamera manchmal gut zusammen passen, manchmal doch ein oder zwei Blenden auseinander liegen.
Ein Portrait musste ich verwerfen, weil ich nicht auf die Belichtungskompensation geachtet hatte. Beim digitalen Arbeiten lässt sich der Punkt über die Wahl der Belichtungsmessung oder einen Klick auf das gemachte Bild und eine anschließende, korrigierte zweite Aufnahme bekenen (kosst ja nix). Beim Arbeiten mit

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 5

Dritte Erkenntnis: Scannen dauert

Jedes Bild eines 36er-Filmes einzuscannen kann sich etwas hinziehen. Ich scanne jedes Bild einzeln ein, da die schwarzen Balken zwischen den Bildern die Kontrastbestimmung des Scanners doch erheblich beeinflussen kann. Und das zieht sich leider sehr in die Länge.
Von der Qualität liege ich schon deutlich über dem, was mir einige „professionelle“ Scandienste für teuer Geld angeboten haben, die erwartete Schärfe und Knackigkeit der Aufnahmen finde ich noch nicht. Mag am Scanner oder an der fehlenden Negativaufnahme liegen, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall werde ich mal versuchen, ein Negativ abzufotografieren.
Zweiter Optimierungspunkt: ein paar Bilder einfach mal belichten lassen, um die Schärfe des Negativs beurteilen zu können und die Ursache einzugrenzen..

Vierte Erkenntnis: auch destilliertes Wasser macht Flecken

… und nicht zu knapp.
Es muss doch wieder ein Netzmittel rein oder ein vernünftiger Abstreifer her.

Fünfte Erkenntnis: Farbfilter sind bestimmt toll

… wenn man sie denn hat. Farbkontraste fehlen im Graustufenbild, im Motiv vorhandene Farben gleicher Helligkeit werden dann in der gleichen Graustufe abgebildet.
Es wird wohl meine nächste Anschaffung sein: einen grünen, einen roten und einen gelben Filter der Cokin-Serie (Orange habe ich schon).
Für Portrait und Landschaften sind die Filter vor dem Objektiv unersätzlich, weil die nachträgliche Einflussnahme wie bei einem digitalen RAW- oder Farbbild fehlt.
Dazu passt das Zitat:

Du musst lernen, Schwarz-Weiß zu sehen.

 

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg

Der diesjährige Wikingermarkt an der Turmhügelburg in Lütjenburg stand für mich auch im Zeichen der analogen Bilder. Ich habe es geschafft, einen kompletten Film zu belichten und in den letzten Tagen zu entwickeln und zu scannen.

Unterwegs war ich wieder mit der Pentax Spotmatic SP II, diversen Objektiven und einem Ilford FP4+.

Akarette II – der erste Film

Der Entfernugsmesser sitzt auf dem Blitzschuh der Kamera, einen Belichtungsmesser gibt es nicht. Eine Brennweite und viel Ursprüngliches… das verspricht die „Leica des kleinen Mannes“, die Akarette II.

Ich hatte die Kamera über mehrere Monate hinweg immer wieder mal dabei. Nun war es an der Zeit, die Bilder endlich mal zu entwickeln.
Dies geschah in Kodak D76 1+1, 12 min. bei 20 °C (wie die anderen Entwicklungen auch).

Die Bilder sind deutlich Kontrastreicher als mit der Pentax, das mag auch daran liegen, dass ich die Belichtungszeit besser getroffen habe. Die Schärfe ist allerdings noch weicher, einige Bilder wirken zum Teil wie mit Frontfokus bei Blende 1.2 aufgenommen. Immerhin: sie ist noch dicht und die Belichtungszeiten funktionieren. Ein schönes Stück Kamerageschichte.

Michael Moeller

 

 

US-Car-Treffen in Handewitt

Am letzten Sonntag fand in Handewitt am Scandinavian Park ein kleines Treffen von US-Cars statt.

Was mich neben einigen der Autos beeindruckt hatte, war der Umstand, dass ich scheinbar  der Einzige war, der den Motiven mit stilechten Kameras (ich hatte drei Stück dabei: die Pentax Spotmatic SP II, die Leica Mini II und die Akarette II) zu Leibe gerückt war. Von Handy bis Profi-DSLR war alles vertreten, aber alles Digital. Nicht alle meine Kameras passten in die Zeit der 50er, aber ich war zumindest mit Film unterwegs und auch nur in Schwarz-Weiss (einige Motive hätten auch gerne ein Farbbild vertragen). Aber ich bin auch so happy mit den Ergebnissen.

Aufgenommen wurden die Aufnahmen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektive kamen das Industar 50-2 3.5/ 50 und das Revuenon 2.8/135 zum Einsatz.

Schweineschnäuzchen II

Michael Moeller

Das kleine Biest macht natürlich auch an einer modernen Kamera eine gute, schlanke, ähhh… platte Figur. Auffällig unauffällig.

Aufgenommen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektiv kan das Voigtländer Color-Ultron 1.8/ 50 zum Einsatz.
Da der Aufsteckblitz nicht funktionierte habe ich einfach das Licht im Raum gelöscht, die Kamera im Bulb-Modus ausgelöst und den Blitz von Hand gezündet.

12 magische Mottos [2017-04]: Kontraste

Paleica schreibt dazu:

Kontraste gibt es in der Fotografie in der Bildgestaltung. Harte, scharfe Kontraste zwischen schwarz und weiß, zwischen Licht und Gegenlicht. Harte Kontraste gibt es in der Bildbedeutung. Zwischen Sommer und Winter, alt und neu und einer Million anderer Dinge.

Hell – Dunkel, Alt – Neu, Scharf – Stumpf, Nass – Trocken, Jung – Alt, Weltlich – Geistlich… die Liste ließe sich vermutlich fortsetzen wie die Nachkommastellen der Zahl Pi.

Was bedeutet das Thema „Kontraste“ dann für mich? Wie will ich mich ihm nähern?

Als das Thema startete, hatte ich viele Dinge im Kopf, die oben genannten und noch viele mehr. Doch es sollte Anders kommen… ganz Anders…

Seit etwas über einem halben Jahr fotografiere ich, bis auf wenige Ausnahmen, fast ausschließlich mit alten, „analogen“ Linsen. Es macht nicht nur Spaß, man lernt viel über die Fotografie, macht weniger Bilder, dfür dann Bewusster und wird manchmal dann auch mit einer unverwechselbaren Charakteristik des Objektivs belohnt, die die Ingenieure den heutigen Standardlinsen so mühsam wegoptimiert haben.

Ab März kam es dann, wie es kommen musste, ich begann mich für das Belichten von Film zu interessieren. Und da das Belichten nur das erste Drittel des Schaffensprozesses darstellt, gefolgt vom Entwickeln und Erstellen von Papierabzügen, habe ich mich jetzt im April mit dem Entwickeln beschäftigt.

Ich denke, Kontrastreicher kann das Arbeiten zwischen der digitalen Fotografie und dem analogen Arbeiten kaum sein.

Kein AF, kein Entfernungsmesser, vielleicht eine kleine Visierhilfe im Sucher, nur Schwarz-Weiß, nur eine Filmempfindlichkeit, kein Zoom (yeah!), Weißabgleich sucht man vergeblich, dafür kommen Farbfilter ins Spiel nur 36 Bilder bei Kleinbild und 8 Bilder bei Mittelformat mit 6×9 cm, und viele weitere Unterschiede… schön reduziert und reduziert Schön.

Deshalb mein Kontrastprogramm für den digitalen Alltag: mal wieder analog unterwegs sein.

Und dafür habe ich ein paar Beispiele rausgesucht… Analog vs. Digital:

Michael Moeller

Analog – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Digital – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35