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Tom

Tom aus Schleswig ist Model-Neuling und hatte mich aus Interesse an anlogen Bildern von sich angeschrieben. Wir trafen und vor einigen Tage in Schleswig an der A.P. Møller-Skolen, welche mit ihren z.T gefliesten Wänden und rustikalen Elementen, wie der Treppe eine schöne Kulisse für urbane und zeitlose Portraits bot.

 

Bei diesem shooting habe ich bewusst auf den Einsatz von manuellen Objektiven verzichtet und meine Standard-Objektive mit AF an meiner „neu“ erworbenen Canon 500N eingesetzt. Kamera und Objektive funktionieren gut zusammen, ein kleiner „Testbericht“ folgt noch. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Kombination. Die Kamera wird eine gute Ergänzung zu meiner Minolta XD7, vor Allem bei sich bewegenden Motiven und bei schlechten Lichtverhältnissen wie z.B. Konzerten, darstellen.

Technische Daten:

Kamera: Canon 500N

Objektive: Canon EF 24-105 4/L und Canon EF 50/1.4

Film: Ilford FP4+ @ISO200

Entwickler: Rodinal 1+50; 20°C; 20 min.

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Wikingturm, Schleswig

Bilder vom Wikingturm in Schleswig habe ich ja schon das eine oder andere Mal gepostet. Die Meinungen der Schleswiger reichen von „Wahrzeichen“ zu „Schandfleck“, wobei die Anhänger der zweiten Variante wohl deutlich überwiegen.

Auf der Suche nach Motiven mit der 6×17 Lochkamera kam mir dieses Bauwerk gerade Recht.

Ilford FP4+ RSS 6x17 - 0003

Kamera: RealitySoSubtle 6×19
Brennweite: 70 mm
Blende: 233
Format: 6×17 cm
Film: Ilford FP4+
Belichtungszeit: 55 sec.
Filter: Orangefilter

 

Nina (Analog)

Die Dritte im Bunde der Modelle war, nach Kim und Rike, Nina.

Leider hatte ich nur noch ein Bild auf dem Film und die verabredete Zeit von insgesamt zwei Stunden war leider auch schon vorbei.

Ilford HP5+ Minolta XD7 - 34

Normalerweise benutze ich bei Portraits einen Orangefilter. Dieses Mal habe ich den Filter bei dem shooting komplett vergessen. Wie ich jetzt erfahren habe, hatte ich gegen Abend Glück mit dem Licht: durch die veränderte Farbtemperatur ist der Einsatz des Orange-Filters gar nicht notwendig. Wieder etwas dazugelernt…

Ein kleiner (teil)-analoger Konzertbesuch

Ja, ich gebe zu, ich habe auch digital fotografiert. Nebensache.

Eigentlich ist meine digitale Kamera für die kleinen, dunklen Konzerte gar nicht geeignet. Es rauscht und überhaupt… und eigentlich mag ich die Bilder nicht gerne zeigen, weil sie nicht meinem Standard entsprechen. Die Bands sehen das allerdings ganz anders und ermutigen micht, damit weiterzumachen.

Naja, mir macht es ja auch Spaß, die Momente zu suchen, die aussagekräftigen und häufig auch sehr individuellen Posen der Musiker. Wenn es in den Clubs nur nicht immer so dunkel wäre wie in einem Bärena… Bärenpopo… ich nehme mir jedes Mal vor, ein Teelicht mitzunehmen, um wenigstens etwas Licht zu haben. Und Blitzen? Für mich ein NoGo. Purer Stess für die Jungs und Mädels auf der Bühne, abgesehen davon mag ich den Bild-Look auch nicht sonderlich.

Bei dem letzten Konzert von vier lokalen Metal-Bands im Plunschli in Husbyries konnte ich dann endlich einmal einen Film ausführen. Ich habe mich für den Ilford HP5+ entschieden, der mir bei dem Nacht-Fotowalk schon gute Ergebnisse beschert hat, belichtet habe ich ihn wieder auf ISO 3200. Ich denke, der Push um drei Stufen verlangt dem Film schon einiges ab. Es rauscht und die Kontraste sind schon recht hoch. Aber egal, ist halt Analog. Irgendwie gehe ich mit dem Medium Film viel verzeihlicher um als mit den digitalen Sensoren. Geht euch das auch so?

Den Anfang machte die Band Sørdlich, die spontan für eine andere Band eingesprungen war.

 

Weiter ging es mit Durothar, Viking Metal mit deutschen Texten:

Up to you aus Missunde sind schon etwas länger im Geschäft. Ich hatte die Jungs, ebenso wie Durothar, schon einmal vor der Linse:

Den Rauskehrer machten die Jungs von DUK-Rock³, die eine besondere Form von Rock-Musik zelebrieren, den Kubik-Rock. Die Show war schon etwas Besonderes.

Es ist zwar immer wieder etwas lästig, mit zwei Kameras unterwegs zu sein, aber für mich hat es sich in jedem Fall gelohnt. Es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich analog auf den Konzerten unterwegs war. Vielleicht sollte ich mich sogar eher mal trauen, die Digitale zuhause zu lassen.

Eingepackt war der Film übrigens in einer Minolta X-700, als Objektiv habe ich das Minolta 1.4/58 verwendet.

Ich präsentiere hier 16 von 33 Bildern, gut 50% Ausbeute.
Die habe ich digital nicht…

Industriehafen FL – Mittelformat

Der Flensburger Fotograf Tilman Köneke veranstaltete am letzten Samstag wieder einen kleinen Workshop zum Thema Street-Fotografie „Blndspot Entdeckungstour: Industriehafen/ Ballastkai„.

Das Bedeutete: eineinhalb Studen rumlaufen am vermutlich schnuddeligsten Stückchen der Flensburger Förde in einem eisigem Wind. Dazu gab es ein kleines Thema und, normalerweise, eine kleine Bildbesprechung hinterher, die aufgrund der Kälte aber auf eine Internet-Präsentation verschoben wurde. Dafür gab es hinterher Kaffee im Marien-Café, dem Café mit den 1000 Kannen.

Immerhin sind sieben der acht Aufnahmen mit der Zeiss Ercona Mittelformat-Kamera etwas geworden, eine Aufnahme war komischerweise komplett überbelichtet.

 

Den Workshop zeichnet eine kleine, aber stetig wachsende Runde an Fotografen aus. Neben der Motivsuche war immer wieder viel Zeit zum Schnacken und Austauschen. Und sogar einen Lost Place gab es noch zu bewundern, leider war dieser in einem bemittleidenswerten Zustand.

An dem vorgegebenen Thema habe ich mich nun weniger versucht, mir ging es eher um die Reduktion und das Erkunden des Ortes mit meinen analogen Möglichkeiten.

Bilder aus der Minolta folgen auch noch, es sind vermutlich auch noch einmal sieben Aufnahmen. 14 Aufnahmen. Andere haben das 10-fache gemacht…

Hamburg im Nebel – Kleinbild, Teil 1

Nach den Bildern aus der Mittelformat-Kamera folgen hier ein paar Eindrücke, die ich mit der Minolta X-700 auf Ilford FP4+ gemacht habe. Der Spaziergang ging von den Tanzenden Türmen zu den Landungsbrücken, danach musste ich den Film wechseln. Entwickeln werde ich ihn wohl erst heute. Schöne analoge Welt.

Als Objektiv kam das Minolta MD Rokkor 2.8/35. Ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich ausschließlich mit einer Linse unterwegs bin. Vor Allem bei Städttouren ist es unheimlich entspannend. Meine Lieblinge sind momentan an der Minolta das oben genannte Minolta MD Rokkor 2.8/35 und an der Revueflex sowie an der digitalen Canon  das Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35. Ist das bei euch auch so?

Hamburg im Nebel (MF)

Vor ein paar Tagen durfte ich in Hambug übernachten. Vormittags sollte es dann auf Fototour gehen. Bereits bei Frühstück war klar: etwas ist Anders als sonst. Und irgendwie unklar.

Nach dem Frühstück ging es dann los, erst einmal auf die „Tanzenden Türme“ zu. Das markante Gebäude am Beginn der Reeperbahn ist normalerweise gut sichtbar. Jetzt war es von der gegenüberliegenden Straßenseite gerade einmal zu erahnen. Erst von einer Entfernung von wenigen Metern schälten sich die Türme aus der dicken Suppe.

Unterwegs war ich mit drei Kameras: meiner Canon, der Minolta X-700 und der Zeiss Ercona, einer fast 65 Jahre alten Mittelformat-Kamera. Eigentlich brauchte ich die Canon nur zum Suchen der Einstellungen 🙂

Die Bilder der analogen Kameras habe ich mit einem Orangefilter gemacht. Mit der alten Mittelformat-Kamera kein so leichtes Unterfangen, weil der Auslöseknopf immer mit der (für mich als Rechtshänder) falschen Hand betätigt werden muss. Aber egal… wer Bilder will, muss leiden.

Hier nun also die Bilder der Zeiss Ercona:

Michael MoellerMichael Moeller

Nach dem Abstecher zu den Tanzenden Türmen ging es dann runter zu den Landungsbrücken, zur Elbphi und natürlich in die Speicherstadt. Schöner als mit dem Nebel hätten wir es nicht treffen können.

Michael Moeller

Uuuuund, ein Besuch des Wasserschlösschens, vom Spottersplaats (die Poggenpohlbrücke) aus gesehen darf natürlich nicht fehlen.
Ein halbes Dutzend Fotografen steht mit ihren Vollformat-Boliden in Reih und Glied auf der Brücke und jeder wartet auf DEN Moment, um DAS Bild zu machen, das kein Anderer hat. Und dann komme ich und packe eine 65 Jahre alte Mittelformat-Kamera aus. Ich habe das Bild, das kein Anderer hat…

Michael Moeller

Ich gestehe, ich habe dort auch schon gestanden und Tags wie Nachts gewartet, dass ein Platz an der Brücke frei wird. Gehört vielleicht dazu.

Und dann war der Film auch schon voll und der Rückweg stand an.

Welch ein Tag, welch ein Licht.
Hamburg im Nebel.
Jederzeit gerne wieder.