Schlagwort-Archive: Filmentwicklung

Akarette II – der erste Film

Der Entfernugsmesser sitzt auf dem Blitzschuh der Kamera, einen Belichtungsmesser gibt es nicht. Eine Brennweite und viel Ursprüngliches… das verspricht die „Leica des kleinen Mannes“, die Akarette II.

Ich hatte die Kamera über mehrere Monate hinweg immer wieder mal dabei. Nun war es an der Zeit, die Bilder endlich mal zu entwickeln.
Dies geschah in Kodak D76 1+1, 12 min. bei 20 °C (wie die anderen Entwicklungen auch).

Die Bilder sind deutlich Kontrastreicher als mit der Pentax, das mag auch daran liegen, dass ich die Belichtungszeit besser getroffen habe. Die Schärfe ist allerdings noch weicher, einige Bilder wirken zum Teil wie mit Frontfokus bei Blende 1.2 aufgenommen. Immerhin: sie ist noch dicht und die Belichtungszeiten funktionieren. Ein schönes Stück Kamerageschichte.

Michael Moeller

 

 

US-Car-Treffen in Handewitt

Am letzten Sonntag fand in Handewitt am Scandinavian Park ein kleines Treffen von US-Cars statt.

Was mich neben einigen der Autos beeindruckt hatte, war der Umstand, dass ich scheinbar  der Einzige war, der den Motiven mit stilechten Kameras (ich hatte drei Stück dabei: die Pentax Spotmatic SP II, die Leica Mini II und die Akarette II) zu Leibe gerückt war. Von Handy bis Profi-DSLR war alles vertreten, aber alles Digital. Nicht alle meine Kameras passten in die Zeit der 50er, aber ich war zumindest mit Film unterwegs und auch nur in Schwarz-Weiss (einige Motive hätten auch gerne ein Farbbild vertragen). Aber ich bin auch so happy mit den Ergebnissen.

Aufgenommen wurden die Aufnahmen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektive kamen das Industar 50-2 3.5/ 50 und das Revuenon 2.8/135 zum Einsatz.

Schweineschnäuzchen II

Michael Moeller

Das kleine Biest macht natürlich auch an einer modernen Kamera eine gute, schlanke, ähhh… platte Figur. Auffällig unauffällig.

Aufgenommen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektiv kan das Voigtländer Color-Ultron 1.8/ 50 zum Einsatz.
Da der Aufsteckblitz nicht funktionierte habe ich einfach das Licht im Raum gelöscht, die Kamera im Bulb-Modus ausgelöst und den Blitz von Hand gezündet.

12 magische Mottos [2017-04]: Kontraste

Paleica schreibt dazu:

Kontraste gibt es in der Fotografie in der Bildgestaltung. Harte, scharfe Kontraste zwischen schwarz und weiß, zwischen Licht und Gegenlicht. Harte Kontraste gibt es in der Bildbedeutung. Zwischen Sommer und Winter, alt und neu und einer Million anderer Dinge.

Hell – Dunkel, Alt – Neu, Scharf – Stumpf, Nass – Trocken, Jung – Alt, Weltlich – Geistlich… die Liste ließe sich vermutlich fortsetzen wie die Nachkommastellen der Zahl Pi.

Was bedeutet das Thema „Kontraste“ dann für mich? Wie will ich mich ihm nähern?

Als das Thema startete, hatte ich viele Dinge im Kopf, die oben genannten und noch viele mehr. Doch es sollte Anders kommen… ganz Anders…

Seit etwas über einem halben Jahr fotografiere ich, bis auf wenige Ausnahmen, fast ausschließlich mit alten, „analogen“ Linsen. Es macht nicht nur Spaß, man lernt viel über die Fotografie, macht weniger Bilder, dfür dann Bewusster und wird manchmal dann auch mit einer unverwechselbaren Charakteristik des Objektivs belohnt, die die Ingenieure den heutigen Standardlinsen so mühsam wegoptimiert haben.

Ab März kam es dann, wie es kommen musste, ich begann mich für das Belichten von Film zu interessieren. Und da das Belichten nur das erste Drittel des Schaffensprozesses darstellt, gefolgt vom Entwickeln und Erstellen von Papierabzügen, habe ich mich jetzt im April mit dem Entwickeln beschäftigt.

Ich denke, Kontrastreicher kann das Arbeiten zwischen der digitalen Fotografie und dem analogen Arbeiten kaum sein.

Kein AF, kein Entfernungsmesser, vielleicht eine kleine Visierhilfe im Sucher, nur Schwarz-Weiß, nur eine Filmempfindlichkeit, kein Zoom (yeah!), Weißabgleich sucht man vergeblich, dafür kommen Farbfilter ins Spiel nur 36 Bilder bei Kleinbild und 8 Bilder bei Mittelformat mit 6×9 cm, und viele weitere Unterschiede… schön reduziert und reduziert Schön.

Deshalb mein Kontrastprogramm für den digitalen Alltag: mal wieder analog unterwegs sein.

Und dafür habe ich ein paar Beispiele rausgesucht… Analog vs. Digital:

Michael Moeller

Analog – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Digital – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35

Die erste eigene Filmentwicklung

Am Freitag hatte ich das notwendige Equipment zur Entwicklung von Schwarz-Weiß-Filmen zusammen, am Samstag ging es dann ans Eingemachte: Fixierer und Entwickler angesetzt, den Film im Wechselsack aufgespult und Abends wurde dann entwickelt.

Ich habe folgende Ausrüstung verwendet:

Film: Ilford FP4+ ISO 125
Entwickelt in Kodak D76 (12 min bei 20 °C)
Kamera RevueFlex 3000 SM
Diverse Objektive, siehe Bildbeschreibung
Scanner: Canon Canoscan 8400F

Nachdem der Film über Nacht getrocknet war, ging es an den unangenehmsten Teil: das Einscannen. Da ich (noch) keinen Filmstreifenhalter habe, musste ich die Filmstreifen einzeln aufkleben.

Ich muss mich von der digitalen, zuweilen brachialen Schärfe vermutlich lösen und meine Erwartungen etwas anpassen, aber gerade bei den Engelsfiguren gefällt mir die „weiche Schärfe“ ausgesprochen gut.

Agfa Box – erster Scan

Wie vor einigen Tagen berichtet habe ich meinen ersten Mittelformat-Film mit einer Agfa-Box belichtet. Gestern habe ich ihn entwickelt und heute dann die Bilder eingescannt.

Ich würde sagen, es hat grundsätzlich funktioniert. Die Bilder weisen heftige Kratzer auf, was an einer blockierten Umlenkrolle innerhalb der Kamera liegen kann. Beim Vorbereiten und auch heute nach Durchsicht der Kamera habe ich nichts Ungewöhnliches entdecken können. Vielleicht hilft ein winziger Tropfen WD40.

Die Schärfe könnte etwas besser sein. Bei dem Objektiv ist aber vielleicht auch nicht mehr zu erwarten. Die Belichtungszeit ist evtl. auch zu lang für die Brennweite.
Ergo: beim nächsten Film ein Stativ verwenden…

Hier nur ein paar der Ergebnisse:

Bei dem Bild von Wikingermarkt in Haithabu habe ich übrigens einen Grauverlaufsfilter vor das Objektiv gehalten. Umständlich, aber es hält die Dynamik in einem vernünftigen Bereich.

Analog-Kneipe, Nachlese des ersten Treffens

Es war ein schöner, runder und informativer Abend, die erste Analog-Kneipe ausgerichtet von Tilman zum Informations- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen „Analoge Fotografie“ und „Analoge Objektive“.

Von der allgemeinen Diskussion über Vor- und Nachteile der analogen Fotografie über das Entwickeln von Schwarz-Weiß-Filmen am praktischen Beispiel mit löslichem Kaffee und Vitamin C bis hin zum Scannen war das Themengebiert weit gestreut und die Zeit lief viel zu schnell.

Würde mich freuen, wenn es nicht die letzte „Analog-Kneipe“ war und es vielleicht zu einer regelmäßigen Veranstaltung wird.