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Wege ins Licht III

 

Wege ins Licht III

 

Ich gestehe.
Es war ein Versehen.

Gestern war ich kurz wieder bei den Stegen, um mit Nils ein wenig die Langzeitbelichtung zu üben, hatte die Kamera neu Positioniert und dafür den Graufilter abgenommen. Die Kamera stand immer noch auf „bulb“-Modus, mit dem Fernauslöser machte ich eine Aufnahme, dachte allerdings, ich hätte die Zeitautomatik eingestellt.
Die Belichtungszeit von 1/10tel Sekunde brachte dann dieses Bild zutage.

Ich denke, ich werde mich öfter mal vertun.
Dann aber bewusst…

Skyline FL

Wie versprochen kommt heute das Ergebnis meines Pano-Shootings von Flensburg.
Das schöne Wetter ausnutzen und ein Pano mit altem Glas anfertigen. Eigentlich nichts besonderes. Zumindest nicht mit Altglas. Es funktioniert genauso wie bei modernen Linsen, vielleicht sogar besser, weil der AF nicht zickt. Heute sollte es mal in eine andere Richtung gehen. Nicht ordentlich, nicht akkurat, nicht wirklichkeitsgetreu, sondern… anders.

Was bietet sich da an?
Die Squeezerlens.
Gutes russisches Glas, ein Volna-3 2.8/80-Umbau.

Michael Moeller

Die Ladezeit kann etwas länger sein, das Bild ist etwas Größer als die Bilder, die ich normalerweise einstelle. Die Tiff-Datei hat auch ca. 300 MP und wiegt 1,6 Gb.

Was man benötigt, ist Zeit. Das Bearbeiten dauert doch schon etwas Länger und das Fotografieren erfordert etwas Vorausplanung, um die Bildelemente, die man hervorheben möchte, scharf abzubilden und den Rest eher unscharf zu lassen… Zeit, die ich mir bei diesem ersten Versuch noch nicht ausreichen genommen habe.

 

Pano-Triplett

Ja, ich musste mal wieder an die Förde. Das Licht war gut und ich hatte eine Idee im Kopf. Etwas schräg vielleicht. Oder auch nicht.
Auf jeden Fall sollte es mal wieder um Panoramen gehen.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, auch ohne Stativ ein Pano zu machen. Man muss nur auf das Licht achten, weil sich die Kamera im AV-Modus doch mal gerne anders verhält, als es ihr das Handbuch vorschreibt. Sonst einfach mal den manuellen Modus versuchen. Und natürlich die Kamera nicht wild hin und her schwenken oder den Oberkörper drehen, sondern die Kamera irgendwo mitten im Objektiv zwischen Sensorebene und äußerer Linse drehen. Ich halte den Oberkörper steif und drehe die Kamera an diesem Punkt, dem „Nodalpunkt“ auf dem Finger. Man kann für teuer Geld auch einen Nodalpunktadapter kaufen, für einfache Panos, bei denen alle Objekte etwas weiter weg ist, funktioniert die „auf-dem-Finger-drehen“-Methode ganz gut.
Die Verschlusszeit sollte nicht zu lang gewählt werden, man verwackelt doch mal schnell… ach ja, lieber den AF abschalten, der Fokus geht sonst auch gerne mal in die Walla-Pampa. Und möglichst im Portrait-Format (Hochkannt) die Bilder aufnehmen, damit hinterher genug Platz zum Ausrichten und Geraderücken um das Motiv herum ist.
Die Einelnen Bilder sollten um ca. 30 % überlappen, damit die Software genug Punkte zum zusammenrechnen hat.

Hier nun die Vorarbeit zu meiner eigentlichen Idee:

Michael Moeller

Voigtländer Scoparex 35 mm -Einzelaufnahme – ca. 22 MP

Michael Moeller

Voigtländer Scoparex 35 mm – Pano aus 5 Einzelbildern – ca. 35 MP

Michael Moeller

Helios 44-2, 58 mm Brennweite – Pano aus 36 Einzelbildern – ca. 120 MP

Und warum das Ganze? Das sehr ihr Morgen.