Schlagwort-Archive: Flensburger Förde

Industriedesign Flensburg

Bewaffnet mit einem Weitwinkel an der 7D und meiner Minolta X-700 zog ich mit Nils los, um ein wenig von dem industriellen Charme an Flensburgs Industriehafen einzufangen, so lange es noch möglich ist. Die Tätigkeiten am Hafen sind nahezu, wenn nicht sogar gänzlich, zum Erliegen gekommen und es gibt bereits Pläne zur Nutzung der Silos als Hotel oder Büro-Komplex.

 

Michael MoellerMichael MoellerMichael Moeller

Die Bilder aud der Minolta kommen (hoffentlich) etwas später, wenn der Film voll ist. „Hoffentlich“, weil ich nicht weiß, wie der Film bei Langzeitbelichtungen bezüglich des Schwarzschildeffektes reagiert. Filmkorn reagiert bei schwachem Lichteinfall anders als digitale Sensoren, ab theroretischen Belichtungszeiten von einer Sekunde muss die reale Belichtungszeit deutlich verlängert werden. So werden aus einer Sekunde zwei Sekunden und aus 10 Sekunden vielleicht dreizig bis vierzig Sekunden, weil der Anstieg nicht linear ist. Spannend…

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Street at Nite II

Letzte Woche fand wieder einmal ein von dem Flensburger Fotografen Tilman Köneke organisierter Workshop zum Thema „Street at nite“ statt.
Für mich war es das zweite Mal, dass ich an dieser Veranstaltung teilnahm. Aber es war das erste Mal, dass ich Abends ausschließlich Analog unterwegs war.

Die Ausrüstung war Übersichtlich: meine Minolta X-700, das Minolta Rokkor 1.4/58 und ein Ilford HP5+. Eine Kamera, ein Objektiv, ein Film. Leichtes Gepäck.

Von Tilman bekamen wir die Aufgabe, nach Punkten Ausschau zu halten. Immerhin haben sie etwas mit Flensburg zu tun, der eigentliche Grund war aber ein Anderer: sie sind das einfachste aller Gestaltungsmittel. Immer ließ sich das Thema nicht verfolgen, aber so manches Mal war man einfach geneigt, die Schärfe mal ganz aus dem Bild zu nehmen und einfach die Lichtpunkte wirken zu lassen.

Belichtet habe ich den Film auf ISO 3200, obwohl er ja nur eine Empfindlichkeit von ISO 400 hat. Das war für mich das erste Mal, einen Film bewusst unterzubelichten und dann zu versuchen, den Mangel an Licht durch die Entwicklung wieder auszugleichen.
Durch die ohnehin schon recht langen Belichtungszeiten musste ich fast ausschließlich bei Offenblende fotografieren.

Die Kontraste sind heftig. Entweder ist der Film wirklich am Limit oder ich war mit dem „Pushen“ (Anheben der Belichtung eines unterbelichteten Filmes) noch zu zaghaft.
Die Entwicklung habe ich in D76 bei 20°C und 18 Minuten Entwicklungszeit vorgenommen. Gedreht habe ich die Dose alle 30 Sekunden, normalerweise drehe ich jede Minute.

Auf der anderen Seite: Mit gefällt es auch so. Ausbaufähig, aber gefällt.

Edith:
Ich schieb „… ein Film…“ … das war auch so. 36 Aufnahmen. Mehr nicht.
Nach einer halben Stunde  blickte ich auf den Bildzähler und war doch etwas überrascht: 18 Aufnahmen, der halbe Film war weg. Naja, nicht weg, aber es waren auch nur noch 18 Bilder übrig. Man wird sparsamer und überlegt mehr. So soll es sein.

Wege ins Licht III

 

Wege ins Licht III

 

Ich gestehe.
Es war ein Versehen.

Gestern war ich kurz wieder bei den Stegen, um mit Nils ein wenig die Langzeitbelichtung zu üben, hatte die Kamera neu Positioniert und dafür den Graufilter abgenommen. Die Kamera stand immer noch auf „bulb“-Modus, mit dem Fernauslöser machte ich eine Aufnahme, dachte allerdings, ich hätte die Zeitautomatik eingestellt.
Die Belichtungszeit von 1/10tel Sekunde brachte dann dieses Bild zutage.

Ich denke, ich werde mich öfter mal vertun.
Dann aber bewusst…