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Hamburg im Nebel – Kleinbild, Teil 1

Nach den Bildern aus der Mittelformat-Kamera folgen hier ein paar Eindrücke, die ich mit der Minolta X-700 auf Ilford FP4+ gemacht habe. Der Spaziergang ging von den Tanzenden Türmen zu den Landungsbrücken, danach musste ich den Film wechseln. Entwickeln werde ich ihn wohl erst heute. Schöne analoge Welt.

Als Objektiv kam das Minolta MD Rokkor 2.8/35. Ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich ausschließlich mit einer Linse unterwegs bin. Vor Allem bei Städttouren ist es unheimlich entspannend. Meine Lieblinge sind momentan an der Minolta das oben genannte Minolta MD Rokkor 2.8/35 und an der Revueflex sowie an der digitalen Canon  das Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35. Ist das bei euch auch so?

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Hamburg im Nebel (MF)

Vor ein paar Tagen durfte ich in Hambug übernachten. Vormittags sollte es dann auf Fototour gehen. Bereits bei Frühstück war klar: etwas ist Anders als sonst. Und irgendwie unklar.

Nach dem Frühstück ging es dann los, erst einmal auf die „Tanzenden Türme“ zu. Das markante Gebäude am Beginn der Reeperbahn ist normalerweise gut sichtbar. Jetzt war es von der gegenüberliegenden Straßenseite gerade einmal zu erahnen. Erst von einer Entfernung von wenigen Metern schälten sich die Türme aus der dicken Suppe.

Unterwegs war ich mit drei Kameras: meiner Canon, der Minolta X-700 und der Zeiss Ercona, einer fast 65 Jahre alten Mittelformat-Kamera. Eigentlich brauchte ich die Canon nur zum Suchen der Einstellungen 🙂

Die Bilder der analogen Kameras habe ich mit einem Orangefilter gemacht. Mit der alten Mittelformat-Kamera kein so leichtes Unterfangen, weil der Auslöseknopf immer mit der (für mich als Rechtshänder) falschen Hand betätigt werden muss. Aber egal… wer Bilder will, muss leiden.

Hier nun also die Bilder der Zeiss Ercona:

Michael MoellerMichael Moeller

Nach dem Abstecher zu den Tanzenden Türmen ging es dann runter zu den Landungsbrücken, zur Elbphi und natürlich in die Speicherstadt. Schöner als mit dem Nebel hätten wir es nicht treffen können.

Michael Moeller

Uuuuund, ein Besuch des Wasserschlösschens, vom Spottersplaats (die Poggenpohlbrücke) aus gesehen darf natürlich nicht fehlen.
Ein halbes Dutzend Fotografen steht mit ihren Vollformat-Boliden in Reih und Glied auf der Brücke und jeder wartet auf DEN Moment, um DAS Bild zu machen, das kein Anderer hat. Und dann komme ich und packe eine 65 Jahre alte Mittelformat-Kamera aus. Ich habe das Bild, das kein Anderer hat…

Michael Moeller

Ich gestehe, ich habe dort auch schon gestanden und Tags wie Nachts gewartet, dass ein Platz an der Brücke frei wird. Gehört vielleicht dazu.

Und dann war der Film auch schon voll und der Rückweg stand an.

Welch ein Tag, welch ein Licht.
Hamburg im Nebel.
Jederzeit gerne wieder.

12 magische Mottos [2017-02]: Fenster & Fassaden

Das Thema im Monat Februar des Fotoprojektes „12 magische Mottos“ von Paleica lautet:

Ihr wisst ja, dass ich Alliterationen liebe und gerne zu Mottos mache. Egal, ob es sich um Schilder & Schriften handelte, Formen & Figuren, Blüten & Blätter, oder was mir sonst noch so eingefallen ist. Endlich hatte ich wieder etwas Derartiges im Sinn. Ein Thema, das wetterbedingt jahreszeitenunabhängig ist:

Fenster & Fassaden

Mit der ansprechenden Gestaltung von Fenstern und Fassaden tu ich mich schwer. Die Squeezerlens-Bilder mag ich irgendwie. Ansonsten nicht so Meins.

Aber es gibt schon einige Fassaden, die mich faszinieren. Wolkenkratzer zu, Beispiel. Da wir hier im Norden nicht so reich mit diesen Imposanten Bauwerken aus Stahl, Beton und Glas gesegnet sind, sind entsprechende Objekte nur nach etwas Fahrtaufwand zu besichtigen.

In Hamburg stehen zum Beispiel die tanzenden Türme. Wenn auch keine Wolkenkratzer, so strahlen sie doch eine zeitlose Eleganz aus.

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Für mich heißt es: weiter an dem Themen arbeiten. Wolkenkratzer im Besonderen und natürlich auch Fassaden und Fenster im Allgemeinen.

 

U-Bahnhof Hafencity Universität, Hamburg

Leider reichte es nur für einen halbstündigen Besuch in dem wunderschönen, neuen, speziell für Fotografen konzipierten U-Bahnhof in Hamburg: der Haltestelle Hafencity Universität.

Aber es war Zeit genug, ein paar der alten Linsen an diesem doch sehr nüchtern technischen und kühl wirkenden Standort zu testen.

Michael Moeller

Voigtländer Color-Ultron 1.8/50 – ISO 100 – Blende 16 – 3,2 Sekunden

Das Voigtländer Color-Ultron 1.8/50 entpuppt sich immer mehr aus gute Allroundlinse mit einer schönen Schärfe auch bei der Offenblende f/1.8. Fokussieren ist damit auch in schwierigen Lichtsituationen einfach. Da das Objektiv über keine Presetblende verfügt, muss man aber beim Schließen der Blende die Stufen mitzählen. Bei meinem Exemplar ist die Blendeneinstellung etwas hakelig. Muss einfach mehr damit üben.

 

Michael Moeller

Telemar-22 5.6/200 – ISO 100 – Blende 16 – 2,0 Sekunden

Das Telemar-22 5.6/200 zählt nicht wirklich zu den Lichtriesen, hochvergütet sind die Linsen vermutlich auch nicht. Jedenfalls gibt es einen schönen Nebel in der Mitte des Bildes, wenn man etwas ins Gegenlicht fotografiert. Manchmal schade. Aber nicht immer…
Die Schärfe ist auch ok, für das Alter nicht schlecht. Und was mir immer wieder auffällt, die Verzeichnung und die Vignettierung ist bei den alten Linsen, zumindest für mein Empfinden,  kaum wahrnehmbar.

Michael Moeller

Zenit Helios 44-2 2/58 – ISO100 – Blende 16 – 3,2 Sekunden

Und sogar mein liebes Helios 44-2 machte in der U-Bahn eine gute Figur. Zugegeben: für den offenblendigen Einsatz ist der Bahnhof für mein jetziges Empfinden das falsche Motiv. Aber Abgeblendet ist es super.

Nächstes Mal gibt es hoffentlich noch ein paar andere Blickwinkel.
Und meine ND-Filter wollen auch nochmal an den alten Linsen getestet werden.