Schlagwort-Archive: Linsendreh

Frühlingsboten

So langsam stecken auch bei uns die Krokeen die Köpfe aus dem Boden.
Vermutlich mal wieder als letzte Ecke in Deutschland.
Auch wenn es gefühlt immer zu spät ist, ich freue mich jedes Jahr auf die helleren Tage.

Drei Linsen, drei Erscheinungsbilder, die unterschiedlicher kaum sein können.
Zum Teil sind die Linsen leicht modifiziert (s. Beschreibung).
Um dicht genug an die Blumen ranzukommen habe ich unterschieliche Zwischenringe verwendet.
An den RAW-Bildern wurden in LR überwiegend nur eine leichte Kontrastanpassung vorgenommen.

 

1952

So circa.
Die alte Kamera von meinem Großvater. Sie wurde vermutlich so um 1952 gekauft, mein Vater kann sich noch an den ersten Urlaub in Bayern 1953 mit der Kamera erinnern. 1957 war sie dann mit meinem Großvater für 10 Monate in Charleston, South Carolina. Durch das Klima war die Blende oder der Verschluss (Zentralverschluss… ist ja auch eine Blende) verrostet und musste gereinigt werden.

Bis auf das letzte Bild sind alle Aufnahmen mit einem Zenit Helios 44 2/58 mit gedrehter Linse bei Blende 16 entstanden.
Das letzte Bild dann mit Blende 2 oder 2.8

Ein Gesamtbild gibt es die nächsten Tage…

12 magische Mottos [2017-01]: Abstraktion

In diesem Jahr nehme ich zum ersten Male an dem Fotoprojekt „12 magische Mottos“ von Paleica teil. Das Thema in diesem Monat lautet:

Abstraktion

Mein Beitrag dazu ist ein Lightpainting aus dem Herbst, bei dem ich Licht und Farben verwendet habe um abstrakte Effekte zu erzielen. Ihr könnt natürlich ebenfalls diese Technik anwenden und euch an einer derartigen Spielerei versuchen, oder aber ihr findet andere Wege. Abstraktionen können sowohl im Makro-/Detailbereich stattfinden (kleine Ausschnitte aus großen Elementen) oder umgekehrt (kleine Objekte in großem Kontext), manchmal reicht es, die Perspektive zu verändern, einen speziellen Ausschnitt zu verwenden, die Kamera oder das Objekt auf den Kopf zu stellen, Farben verändern, hinzufügen oder entziehen… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wikipedia sagt:

Die Abstraktion ist das Weglassens von Einzelheiten und des Überführens auf etwas Allgemeineres oder Einfacheres.[…] In der Bildenden Kunst bezeichnet Abstraktion einerseits die mehr oder weniger ausgeprägte stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte Aspekte. In diesem Fall spricht man davon, dass vom Allgemeinen auf das Wesentliche abstrahiert wird. Was als wesentlich gilt, bestimmt einerseits die Kreativität des Künstlers, andererseits die Wahrnehmung des Betrachters.

Es ist erlaubt, auf Altes zurückzugreifen oder eitwas Neues zu kreieren.

Kurzzeitig dachte ich darüber nach, meine Festplatte zu durchforsten, aber eigentlich ist das nicht in meinem Sinne. Also etwas Neues. Für mich Neues. Abstraktes.

Nun bin ich nicht der Makro-Fan, mag aber Detailaufnahmen. So kombiniere ich meine bisherigen Vorlieben für Details und ausgeräumte Bilder, alte Linsen, alte Technik und beschäftige mich mehr mit diesem Thema. Leider die letzten Tage erst, aber es wird in 2017 gewiss mehr werden.

Hier nun mein Beitrag:

Zum Einstz kam das Zenit Helios 44 2/58 mit der gedrehten Linse einmal bei Offenblende, einmal etwas abgeblendet.

Tags: #12MM2017 und #12MM2017_[01]

Linsendreh I

Jo, Reinhard hatte Recht, bei dem im Bilderrätsel vorgestellten Gegenstand handelt es sich um einen Objektivschlüssel, den man benötigt, um ein einige der älteren Objektive zu zerlegen und zu reinigen.

Oder zu manipulieren, wie Birgit es in einem Blogbeitrag über den Linsendreh beim Helios 44-2 einmal sehr ausführlich erläutert hat.

Und genau das habe ich mit einem Zenit Helios 44 2/58 gemacht…

Die ersten Ergebnisse im Feld waren überall noch sehr Unscharf. Heute habe ich es mit einem Zwischenring noch einmal versucht, weil ich vermutete, dass sich das Auflagemaß nun verändert hat und das Objektiv zu dicht am Sensor sitzt. Mit Zwischenring und etwas weiter geschlossener Blende lässt sich jetzt, zumindest am Kameramonitor, sogar etwas Schärfe erahnen. Aber dazu später mehr.