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Street at Nite II

Letzte Woche fand wieder einmal ein von dem Flensburger Fotografen Tilman Köneke organisierter Workshop zum Thema „Street at nite“ statt.
Für mich war es das zweite Mal, dass ich an dieser Veranstaltung teilnahm. Aber es war das erste Mal, dass ich Abends ausschließlich Analog unterwegs war.

Die Ausrüstung war Übersichtlich: meine Minolta X-700, das Minolta Rokkor 1.4/58 und ein Ilford HP5+. Eine Kamera, ein Objektiv, ein Film. Leichtes Gepäck.

Von Tilman bekamen wir die Aufgabe, nach Punkten Ausschau zu halten. Immerhin haben sie etwas mit Flensburg zu tun, der eigentliche Grund war aber ein Anderer: sie sind das einfachste aller Gestaltungsmittel. Immer ließ sich das Thema nicht verfolgen, aber so manches Mal war man einfach geneigt, die Schärfe mal ganz aus dem Bild zu nehmen und einfach die Lichtpunkte wirken zu lassen.

Belichtet habe ich den Film auf ISO 3200, obwohl er ja nur eine Empfindlichkeit von ISO 400 hat. Das war für mich das erste Mal, einen Film bewusst unterzubelichten und dann zu versuchen, den Mangel an Licht durch die Entwicklung wieder auszugleichen.
Durch die ohnehin schon recht langen Belichtungszeiten musste ich fast ausschließlich bei Offenblende fotografieren.

Die Kontraste sind heftig. Entweder ist der Film wirklich am Limit oder ich war mit dem „Pushen“ (Anheben der Belichtung eines unterbelichteten Filmes) noch zu zaghaft.
Die Entwicklung habe ich in D76 bei 20°C und 18 Minuten Entwicklungszeit vorgenommen. Gedreht habe ich die Dose alle 30 Sekunden, normalerweise drehe ich jede Minute.

Auf der anderen Seite: Mit gefällt es auch so. Ausbaufähig, aber gefällt.

Edith:
Ich schieb „… ein Film…“ … das war auch so. 36 Aufnahmen. Mehr nicht.
Nach einer halben Stunde  blickte ich auf den Bildzähler und war doch etwas überrascht: 18 Aufnahmen, der halbe Film war weg. Naja, nicht weg, aber es waren auch nur noch 18 Bilder übrig. Man wird sparsamer und überlegt mehr. So soll es sein.

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Street at nite

Timan Könike veranstaltet in Flensburg immer  wieder in unregelmäßigen Abständen Workshops zum Thema Streetfotografie und das Sensibilisieren für neue Sichtweisen.

Michael Moeller

Eines der Themen ist „Street At Nite“, das Einfangen der Lichter und Schatten, Stimmungen und Situationen nach dem Untergehen der Sonne.

Michael Moeller

Ein Stativ ist nicht mit an Bord, es geht nicht um Langsamkeit und das Einfrieren von Bewegungen, sondern um Schnelligkeit. Ein Objektiv mit möglichst großer Offenblende (im Fotografensprech: möglichst lichtstarkes (!… was immer das im physikalischen Sinne bedeutet)) und ein hoher ISO-Wert sind schon fast ein Muss. Ich habe bei den Bildern meist ISO 1600 oder 3200 verwendet. Ich denke, die Belichtungszeitpriorität ist hier mal sinnvoll, um Verwacklungen zu vermeiden. Oder man fotografiert gleich im manuellen Modus.

Michael Moeller

Da es auf Schnelligkeit ankommt und meine Augen in der Dunkelheit nicht die Besten sind, habe ich mir erlaubt, anstelle mit einem Objektiv aus analogen Zeiten mit einem Canon AF-Objektiv unterwegs zu sein.
Allerdings verwende ich bei solchen Aktionen kein Zoom, schon aufgrund der geringeren Offenblende. Das verwendete 50/1.4 lässt sich bei Blende 2 oder 2.8 schon ganz gut verwenden.

Michael Moeller

Und Farbe? Kann man machen, muss man aber nicht. Meiner Meinung nach reichen dezente, klassische Graustufen in den meisten Fällen aus und wirken aufgrund der häufig unterschiedlichen Lichtfarben der künstlichen Leuchtkörper eher positiv und beruhigend.

Michael Moeller

Die Langsamkeit tut gut, einfach mal in Ruhe etwas durch die Stadt streifen und sich treiben lassen. Mit 2-3 Kollegen macht es nochmal so viel Spaß. Man geht ein Stück zusammen, irgendwann verliert sich jeder in seine Motive und später trifft man sich wieder, um gemeinsam weiterzugehen. Ich mags.

Und nächstes Mal nehme ich vielleicht einen Film mit.

Düsseldorf

Vorgestern konnte ich den Abend wenigstens für eine Stunde in Düsseldorf am Rhein verbringen.

Ich würde fast sagen, Düsseldorf hat mehr Kneipen und Restaurants als Flensburg Einwohner.
Die Straßen und Kneipen waren voll, jeder schien das gute Wetter genießen zu wollen.
Ich habe es auch nicht so oft, dass ich im März um 22 Uhr im T-Shirt rumlaufen kann.

Leider blieb keine Zeit für eine ausgedehnte Fototour, ich kann leider nur zwei Aufnahmen zeigen:

Michael MoellerMichael Moeller

Über den Dächern von München

Zwei Tage München, drei Objektive, dreizehn Stockwerke über der Straße… einfach der Blick aus dem Hotelzimmer…

Leider war neben dem Messebesuchen und Abendprogramm viel zu wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Muss wohl wiederkommen 😉

Dreierlei Lichtstimmung in Schleswig

Die blaue Stunde rückt näher und streicht langsam vorbei. Die Belichtungszeiten werden länger und länger. Das blaue Licht des Abendhimmels weicht dem Schwarz der Nacht.
Die Lichter der Stadt schauen immer häufiger aus den Fenstern und hin und wieder erkennt man den langsamen Wechsel der Lichtfarben der Straßenbeleuchtung wom warmen Gelb-Orange zum kalten (LED)-Blau.

Die Aufnahmen sind von Anleger des Restaurants „Odins“ in Haddeby entstanden.

Mein bisheriger Eindruck der alten Linsen hat sich bestätigt, es rauscht etwas mehr, die Kantenschärfe ist etwas geringer als bei modernen Linsen. Dafür bilden sie nicht so kalt und manchmal leblos ab. Beides hat seine Berechtigung, für welche Variante ich mich langfristig entscheide, weiß ich noch nicht.

 

A Night Out… (Pt.2)

Michael Moeller

Ich bin immer etwas enttäuscht, wenn solche Gebäude wie der Schleswiger DOM Nachts nicht beleuchtet werden.

Auf der anderen Seite gibt es ja genügend Lichtverschnmutzung drumherum, die eine schöne Silhouette zaubern kann.

Mein bisheriges Fazit zu Altglas bei Nachtaufnahmen: mehr Rauschen, etwas weniger Detailschärfe als vergleichbare moderne Linsen. Störts? Mich momentan eher weniger…