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Du hast den Farbfilm vergessen…

…oder so ging doch das Lied von Nina Hagen.

Vor ein paar Monaten kam die alte Minolta XG2 meines Großvaters zu mir.
Die Belederung ist ein wenig ramponiert und wurde an der einen oder anderen Stelle bereits geklebt. Die Batterie war leer, also musste eine Neue her. Testen konnte ich die Kamera im Leerlauf nicht, denn es war ein Film eingelegt und der Zähler zeigte, dass bereits vier Aufnahmen getätigt wurden.

Michael Moeller

Ich weiß nicht, wann mein Großvater aufgehört hat, mit der Kamera zu fotografieren, ich schätze, dass es so um 1990 gewesen sein muss, vielleicht auch etwas später. Somit war der Film seit ca. 25 Jahren oder auch etwas länger in der Kamera. Warum also nicht mal ein paar Aufnahmen damit machen?

Michael Moeller

Gesagt, getan, ein, zwei Testbilder gemacht: Zeiten und Verschluss klangen soweit ok und los ging es. Die Kamera hatte mich dann ca. zwei Monate begleitet, bis der Film dann endlich voll war. Das Zurückspulen lief ohne Probleme, der Film ist nicht gerissen. Es war (natürlich) ein Farbfilm, leider kein Schwarz-Weiß-Film in der Kamera. Eigenentwicklung fehlanzeige. Bis ich den Film dann abgegeben hatte, dauerte es wieder ein paar Wochen. Vor ein paar Tagen hielt ich dann die Negative in den Fingern, zusammen mit der Bildübersicht, dem Index-Print und der Mitteilung des Labors, dass der Film überlagert sei. Ach was…

Michael Moeller

Auf den Index-Prints waren einige Details zu erkennen, also rauf mit den Negativen auf den Scanner, obwohl auf den Negativstreifen fast nichts erkennbar war. Die Aufnahmen meines Großvaters waren leider alle komplett verloren.

Michael Moeller

Die Ergebnisse, der Aufnahmen, welche ich selbst angefertigt hatte,  überraschen mich, der sich mit den überlagerten Filmen noch nicht beschäftigt hat, doch schon etwas. Ich kann nur sagen: I love it. Jedenfalls ist das Ergebnis sehr weit entfernt von der klaren, sauberen digitalen Anmutung heutiger Bilder, aber ich glaube, ich werde sowas öfter machen.

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Auf ein Entflecken habe ich bei diesen Bildern ausnahmsweise verzichtet 🙂

Ach ja, als Objektive kamen das Minolta 1.7/50 und das Minolta 2.8/35 zum Einsatz.

 

 

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Agfa Box – erster Scan

Wie vor einigen Tagen berichtet habe ich meinen ersten Mittelformat-Film mit einer Agfa-Box belichtet. Gestern habe ich ihn entwickelt und heute dann die Bilder eingescannt.

Ich würde sagen, es hat grundsätzlich funktioniert. Die Bilder weisen heftige Kratzer auf, was an einer blockierten Umlenkrolle innerhalb der Kamera liegen kann. Beim Vorbereiten und auch heute nach Durchsicht der Kamera habe ich nichts Ungewöhnliches entdecken können. Vielleicht hilft ein winziger Tropfen WD40.

Die Schärfe könnte etwas besser sein. Bei dem Objektiv ist aber vielleicht auch nicht mehr zu erwarten. Die Belichtungszeit ist evtl. auch zu lang für die Brennweite.
Ergo: beim nächsten Film ein Stativ verwenden…

Hier nur ein paar der Ergebnisse:

Bei dem Bild von Wikingermarkt in Haithabu habe ich übrigens einen Grauverlaufsfilter vor das Objektiv gehalten. Umständlich, aber es hält die Dynamik in einem vernünftigen Bereich.

Mein erster Scan

Nix Dolles eigentlich, aber ein kleiner, weiterer Schritt in das anloge Zeitalter.

Als Film kam ein Ilford FP4  mit ISO 125 zum Einsatz, die Kamera eine Revueflex und das Objektiv war ein Meyer-Görlitz Lydith 3.5/30.

Der Scanausschnitt war, wie ich jetzt herausgefunden habe, zu groß gewählt, dadurch sind die Kontraste etwas flach geraten, da der dunkle Filmschtreifen um das Motiv ja in die Tonwertspreizung mit einbezogen wird.

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Den Schnitt und die Kontraste angepasst, ein paar Fussel und Flecken beseitigt und…
hat was, finde ich.

Mein Gefühl sagt mir, dass es für mich der richtige Weg ist, den ich eingeschlagen habe.