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12 magische Mottos [2017-04]: Kontraste

Paleica schreibt dazu:

Kontraste gibt es in der Fotografie in der Bildgestaltung. Harte, scharfe Kontraste zwischen schwarz und weiß, zwischen Licht und Gegenlicht. Harte Kontraste gibt es in der Bildbedeutung. Zwischen Sommer und Winter, alt und neu und einer Million anderer Dinge.

Hell – Dunkel, Alt – Neu, Scharf – Stumpf, Nass – Trocken, Jung – Alt, Weltlich – Geistlich… die Liste ließe sich vermutlich fortsetzen wie die Nachkommastellen der Zahl Pi.

Was bedeutet das Thema „Kontraste“ dann für mich? Wie will ich mich ihm nähern?

Als das Thema startete, hatte ich viele Dinge im Kopf, die oben genannten und noch viele mehr. Doch es sollte Anders kommen… ganz Anders…

Seit etwas über einem halben Jahr fotografiere ich, bis auf wenige Ausnahmen, fast ausschließlich mit alten, „analogen“ Linsen. Es macht nicht nur Spaß, man lernt viel über die Fotografie, macht weniger Bilder, dfür dann Bewusster und wird manchmal dann auch mit einer unverwechselbaren Charakteristik des Objektivs belohnt, die die Ingenieure den heutigen Standardlinsen so mühsam wegoptimiert haben.

Ab März kam es dann, wie es kommen musste, ich begann mich für das Belichten von Film zu interessieren. Und da das Belichten nur das erste Drittel des Schaffensprozesses darstellt, gefolgt vom Entwickeln und Erstellen von Papierabzügen, habe ich mich jetzt im April mit dem Entwickeln beschäftigt.

Ich denke, Kontrastreicher kann das Arbeiten zwischen der digitalen Fotografie und dem analogen Arbeiten kaum sein.

Kein AF, kein Entfernungsmesser, vielleicht eine kleine Visierhilfe im Sucher, nur Schwarz-Weiß, nur eine Filmempfindlichkeit, kein Zoom (yeah!), Weißabgleich sucht man vergeblich, dafür kommen Farbfilter ins Spiel nur 36 Bilder bei Kleinbild und 8 Bilder bei Mittelformat mit 6×9 cm, und viele weitere Unterschiede… schön reduziert und reduziert Schön.

Deshalb mein Kontrastprogramm für den digitalen Alltag: mal wieder analog unterwegs sein.

Und dafür habe ich ein paar Beispiele rausgesucht… Analog vs. Digital:

Michael Moeller

Analog – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Digital – Revuenon 2.8/135

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Ultron 1.8/50

Michael Moeller

Analog – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35

Michael Moeller

Digital – Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35

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Die erste eigene Filmentwicklung

Am Freitag hatte ich das notwendige Equipment zur Entwicklung von Schwarz-Weiß-Filmen zusammen, am Samstag ging es dann ans Eingemachte: Fixierer und Entwickler angesetzt, den Film im Wechselsack aufgespult und Abends wurde dann entwickelt.

Ich habe folgende Ausrüstung verwendet:

Film: Ilford FP4+ ISO 125
Entwickelt in Kodak D76 (12 min bei 20 °C)
Kamera RevueFlex 3000 SM
Diverse Objektive, siehe Bildbeschreibung
Scanner: Canon Canoscan 8400F

Nachdem der Film über Nacht getrocknet war, ging es an den unangenehmsten Teil: das Einscannen. Da ich (noch) keinen Filmstreifenhalter habe, musste ich die Filmstreifen einzeln aufkleben.

Ich muss mich von der digitalen, zuweilen brachialen Schärfe vermutlich lösen und meine Erwartungen etwas anpassen, aber gerade bei den Engelsfiguren gefällt mir die „weiche Schärfe“ ausgesprochen gut.

Der Geist der Wikinger

Über Ostern war auf dem Gelände des Wikingermuseums in Haithabu wieder der Wikingermarkt. Leider bin ich aufgrund des Wetters kaum zum Fotografieren gekommen.
Ein paar Mal konnte ich dennoch los, dann meist vor und nach der Marktöffnungszeiten für Langzeitbelichtungen. Das Bild zeigt den rekonstruierten Landungssteg, wie es in der Wikingerzeit um die 20 Stück in Haithabu gegeben hat.

Der Geist der Wikinger

Bei den „Geistern“ handelt es sich um zwei kleine Wikingermädchen beim Ostereiersuchen.

75 Sekunden Wikingturm

Michael Moeller

Wieder einmal gibt es den Blick vom Anlegeplatz des Restaurants „Odin“ in Haddeby.

Diesmal war es deutlich sonniger als bei meinem letzten Besuch. Ich musste einen 1000er Graufilter, einen Polfilter sowie einen Grauverlaufsfilter verwenden, um auf die gut 75 Sekunden Belichtungszeit zu kommen und auch etwas Struktur in die Wolken zu zaubern.

Zum Einsatz kam wieder das Voigtländer Color-Scoparex 2.8/35.

Es ist auch ein kleiner Vorgeschmack auf das magische Motto im März von Paleica, was da heißt: „Bewegung“. Aber da kommt noch mehr, der Monat ist ja noch nicht rum 🙂

Dreierlei Lichtstimmung in Schleswig

Die blaue Stunde rückt näher und streicht langsam vorbei. Die Belichtungszeiten werden länger und länger. Das blaue Licht des Abendhimmels weicht dem Schwarz der Nacht.
Die Lichter der Stadt schauen immer häufiger aus den Fenstern und hin und wieder erkennt man den langsamen Wechsel der Lichtfarben der Straßenbeleuchtung wom warmen Gelb-Orange zum kalten (LED)-Blau.

Die Aufnahmen sind von Anleger des Restaurants „Odins“ in Haddeby entstanden.

Mein bisheriger Eindruck der alten Linsen hat sich bestätigt, es rauscht etwas mehr, die Kantenschärfe ist etwas geringer als bei modernen Linsen. Dafür bilden sie nicht so kalt und manchmal leblos ab. Beides hat seine Berechtigung, für welche Variante ich mich langfristig entscheide, weiß ich noch nicht.

 

Wikingturm, Schleswig

Mal Sonne, mal Wolken, mal komplett bedeckter Himmel, ein Großteil der Aufgaben eines Fotografen besteht ja aus Warten. Warten auf den richtigen Moment natürlich, warten, dass die 15 Sekunden der Auslösung bald rum sind… und das bei, wie fast immer bei uns, heftigem Wind. Ich hatte zum Glück eine Kamera dabei, um das Stativ zu beschweren, sonst wäre es weggeflogen. No joke…

Michael Moeller

Hier kamen zwei Graufilter (64er und 1000er) und ein Polfilter zum Einsatz, um die weichen Wolkenstrukturen zu erzielen.

Rund um den Wikingturm

Eigentlich wollte ich etwas Material sammeln, um mich dem Projekt „Fine-Art-Architektur“ zu widmen. Ob es mich ausfüllt, weiß ich noch nicht, dehalb gilt die Devise, es einfach mal auszuprobieren.

Wer den Wiking-Turm für eine Bausünde der 70er hält, dem werde ich nicht (und vermutlich auch kein Schleswiger) widersprechen. Aber es ist leider DAS markante Hochhaus hier in Nord-Schleswig-Holstein und zum Üben allemal geeignet.

Interessant war für mich, neben dem klassischen Bilck auf Schleswig, den es später mal gibt, auch das Drumherum:

Weitere Informationen zu dem markanten und ungeliebten Wohn-Hochhaus in Schleswig gibt es: auf Wikipedia.