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Agfa Box – erster Scan

Wie vor einigen Tagen berichtet habe ich meinen ersten Mittelformat-Film mit einer Agfa-Box belichtet. Gestern habe ich ihn entwickelt und heute dann die Bilder eingescannt.

Ich würde sagen, es hat grundsätzlich funktioniert. Die Bilder weisen heftige Kratzer auf, was an einer blockierten Umlenkrolle innerhalb der Kamera liegen kann. Beim Vorbereiten und auch heute nach Durchsicht der Kamera habe ich nichts Ungewöhnliches entdecken können. Vielleicht hilft ein winziger Tropfen WD40.

Die Schärfe könnte etwas besser sein. Bei dem Objektiv ist aber vielleicht auch nicht mehr zu erwarten. Die Belichtungszeit ist evtl. auch zu lang für die Brennweite.
Ergo: beim nächsten Film ein Stativ verwenden…

Hier nur ein paar der Ergebnisse:

Bei dem Bild von Wikingermarkt in Haithabu habe ich übrigens einen Grauverlaufsfilter vor das Objektiv gehalten. Umständlich, aber es hält die Dynamik in einem vernünftigen Bereich.

Mein erster Scan

Nix Dolles eigentlich, aber ein kleiner, weiterer Schritt in das anloge Zeitalter.

Als Film kam ein Ilford FP4  mit ISO 125 zum Einsatz, die Kamera eine Revueflex und das Objektiv war ein Meyer-Görlitz Lydith 3.5/30.

Der Scanausschnitt war, wie ich jetzt herausgefunden habe, zu groß gewählt, dadurch sind die Kontraste etwas flach geraten, da der dunkle Filmschtreifen um das Motiv ja in die Tonwertspreizung mit einbezogen wird.

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Den Schnitt und die Kontraste angepasst, ein paar Fussel und Flecken beseitigt und…
hat was, finde ich.

Mein Gefühl sagt mir, dass es für mich der richtige Weg ist, den ich eingeschlagen habe.

Mensch, Mike…

wo soll das nur alles hinführen…

Michael Moeller

Nach dem ich jetzt auch noch eine AGFA Box bekommen habe (in der ausnahmsweise mal kein Film war…), musste ich mir selbst gleich einen zulegen. Einen 120er Rollfilm, 12 Aufnahmen im Format 6 cm x 9 cm. Klassisches Mittelformat.
Interessantes Gefummel, den in die alte Box zu bekommen.

Die Agfa Box ist aus den 50ern, denke ich. Zwei Belichtungszeiteneinstellungen hat sie, ca. 1/60stel und den Bulb-Modus. Eine Brennweite, keine Scharfstellung.
Blende 8 und 11 lassen sich über einen Schieberegler einstellen. Dazu kommt noch ein Gelbfilter, ebenfalls mit Blende 8.

Hätte ich mal vorher recherchiert…

Es handelt sich um eine Agfa Box 45, gebaut von 1938 bis 1941…
Die Belichtungszeit beträgt ca 1/30stel und Bulb-Modus.
Damit dürften die ersten Bilder etwas Überbelichtet sein.
Die Blenden betragen eher 11 und 16, statt den vermuteten 8 und 11.
Der erwähnte Gelbfilter ist natürlich vorhanden.

Daneben verfügt die Kamera über zwei Stativgewinde und zwei Bildausschnittglubscher, die im Dämmerlicht kaum erahnen lassen, was sich vor der Linse befindet.
Und, nicht zu vergessen, ein Guckloch für den Bildzähler. Aber den Film nicht zu schnell weiter drehen, sonst gibt es unschöne Überlagerungen.

Und eine manuelle Doppelbelichtungsautomatik gibt es auch: einfach nicht den Film weiterkurbeln.

Ab ca. 3 m Entfernung bis Undendlich soll alles Scharf sein. Als Zubehör gibt es eine aufsteckbare „Portraitlinse“. Da muss ich wohl mal nach suchen.

Ich freue mich auf die Ergebnisse. Alles schätzometrisch, aber das macht den Reiz dieser Kisten ja auch irgendwie aus.

LEICA mini II

Letztes Wochenende erreicht mich ein kleiner Nachzügler aus dem Familiennachlass, eine LEICA mini II:

Michael Moeller

Eigentlich ist es ein Leica Elmar 1.35/35, welches von Minolta mit einer praktischen Schutzhülle für den Film und das Objektiv umbastelt wurde. Dazu etwas Elektronik, ein kleiner Blitz, das wars.

Die Batterie musste bestellt werden, ist aber heute eingetroffen. Ein Film ist noch drin, keine Ahnung von wann der ist oder wie viele Bilder davon schon verschossen wurden. Ich werde ihn noch durchbelichten und dann Platz für den Kodak Tri-X 400 machen.
Bin gespannt…