Schlagwort-Archive: Schwarz-Weiß

Frøslevlejren

Über das kleine KZ Frøslevlejren nahe der dänischen Grenze hatte ich früher schon berichtet.
Der Umgang der Dänen mit diesem Stück Geschichte ist schon etwas Besonderes, schließlich beherrbergt das Gelände in den alten Baracken heute mehrere Museen, eine Informationsstelle von Amnesty International und auch eine Schule.
Leider hatte das Museeum gestern schon geschlossen, daher werde ich das Museeum nochmal zu einem anderen Zeitpunkt aufsuchen.

Ich war gestern vor ein paar Tagen mit vier Kameras Unterwegs: meiner Canon 7D diente Quasi als Referenz, dann Mittelformat, Kleinbild-SLR und Kleinbild Point-and-shoot. Irgendwie müssen die Filme ja voll werden.

Jetzt habe ich einige Tage mit der Scanner-Justierung zugebracht, aber viel mehr ist nicht rauszuholen, im Gegenteil, schlimmer geht es immer… mit der automatischen Scharfzeichnung zum Beispiel.

Hier nun die Bilder aus dem Mittelformat:

Sogar an der Doppelbelichtung habe ich mich versucht… muss ich wohl noch etwas üben 🙂

Es ist für mich gar nicht so einfach, geeignete Motive zu finden, die dem Format und der Belichtung auf Film gerecht werden. Auch daran muss ich arbeiten, aber das macht den Reiz mit dem Analogen auch aus.

 

 

Mittelformat

Langsam gege ich den Weg der analogen Fotografie weiter. Der Weg ist manchmal steinig, aber man wird mit tollen Aus- und Einsichten belohnt.

Für die Technikfreaks:
Film: Ilford HP5+, Entwickler Kodak D76 1+1, 20 °C, 11 min

 

 

 

 

Ilford FP4+ - Pentax SPII0017

Energiewende, Überall

Übrigens:
Wer sich die Mühe macht, die für einen Kleinbildfilm berechnete Menge an Entwickler in die Dose mit dem Mittelformatfilm zu kippen, wird mit den tollen, einmaligen Streifen am Rand belohnt.

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg II

Nachdem ich auf dem diesjährigen Wikingermarkt an der Turmhügelburg einen Schwarz-Weiß-Film  „durchgeschossen“ habe (dort die Bilder: Teil 1) und es das erste Mal war, dass ich auf solch einer Veranstaltung analog Fotografiert habe, wollte ich eine kleine Zusammenfassung mit meinen Erkenntnissen zusammenstellen.

Erste Erkenntnis: Film ist gutmütiger als Sensor

Bei dem Schuss in die Sonne wird klar, wie weit Film und Sensor auseinander liegen.
Auf dem Sensor wäre die Sonne total aufgefressen und abgehackt, auf dem Film ist der Übergang deutlich weicher.

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 7

Zweite Erkenntnis: Die Krux mit der Belichtungsmessung

Die meisten Bilder habe ich wohl etwas zu dunkel belichtet. Ich habe mich auf die Belichtungsmessung der alten Kamera verlassen. Ob und wie das System arbeitet, keine Ahnung. Ein kurzer Vergleich mit der Digitalen zeigte, dass die Zeiten beider Kamera manchmal gut zusammen passen, manchmal doch ein oder zwei Blenden auseinander liegen.
Ein Portrait musste ich verwerfen, weil ich nicht auf die Belichtungskompensation geachtet hatte. Beim digitalen Arbeiten lässt sich der Punkt über die Wahl der Belichtungsmessung oder einen Klick auf das gemachte Bild und eine anschließende, korrigierte zweite Aufnahme bekenen (kosst ja nix). Beim Arbeiten mit

Ilford FP4+ - Pentax SPII - 5

Dritte Erkenntnis: Scannen dauert

Jedes Bild eines 36er-Filmes einzuscannen kann sich etwas hinziehen. Ich scanne jedes Bild einzeln ein, da die schwarzen Balken zwischen den Bildern die Kontrastbestimmung des Scanners doch erheblich beeinflussen kann. Und das zieht sich leider sehr in die Länge.
Von der Qualität liege ich schon deutlich über dem, was mir einige „professionelle“ Scandienste für teuer Geld angeboten haben, die erwartete Schärfe und Knackigkeit der Aufnahmen finde ich noch nicht. Mag am Scanner oder an der fehlenden Negativaufnahme liegen, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall werde ich mal versuchen, ein Negativ abzufotografieren.
Zweiter Optimierungspunkt: ein paar Bilder einfach mal belichten lassen, um die Schärfe des Negativs beurteilen zu können und die Ursache einzugrenzen..

Vierte Erkenntnis: auch destilliertes Wasser macht Flecken

… und nicht zu knapp.
Es muss doch wieder ein Netzmittel rein oder ein vernünftiger Abstreifer her.

Fünfte Erkenntnis: Farbfilter sind bestimmt toll

… wenn man sie denn hat. Farbkontraste fehlen im Graustufenbild, im Motiv vorhandene Farben gleicher Helligkeit werden dann in der gleichen Graustufe abgebildet.
Es wird wohl meine nächste Anschaffung sein: einen grünen, einen roten und einen gelben Filter der Cokin-Serie (Orange habe ich schon).
Für Portrait und Landschaften sind die Filter vor dem Objektiv unersätzlich, weil die nachträgliche Einflussnahme wie bei einem digitalen RAW- oder Farbbild fehlt.
Dazu passt das Zitat:

Du musst lernen, Schwarz-Weiß zu sehen.

 

 

Wikingermarkt an der Turmhügelburg

Der diesjährige Wikingermarkt an der Turmhügelburg in Lütjenburg stand für mich auch im Zeichen der analogen Bilder. Ich habe es geschafft, einen kompletten Film zu belichten und in den letzten Tagen zu entwickeln und zu scannen.

Unterwegs war ich wieder mit der Pentax Spotmatic SP II, diversen Objektiven und einem Ilford FP4+.

Akarette II – der erste Film

Der Entfernugsmesser sitzt auf dem Blitzschuh der Kamera, einen Belichtungsmesser gibt es nicht. Eine Brennweite und viel Ursprüngliches… das verspricht die „Leica des kleinen Mannes“, die Akarette II.

Ich hatte die Kamera über mehrere Monate hinweg immer wieder mal dabei. Nun war es an der Zeit, die Bilder endlich mal zu entwickeln.
Dies geschah in Kodak D76 1+1, 12 min. bei 20 °C (wie die anderen Entwicklungen auch).

Die Bilder sind deutlich Kontrastreicher als mit der Pentax, das mag auch daran liegen, dass ich die Belichtungszeit besser getroffen habe. Die Schärfe ist allerdings noch weicher, einige Bilder wirken zum Teil wie mit Frontfokus bei Blende 1.2 aufgenommen. Immerhin: sie ist noch dicht und die Belichtungszeiten funktionieren. Ein schönes Stück Kamerageschichte.

Michael Moeller

 

 

US-Car-Treffen in Handewitt

Am letzten Sonntag fand in Handewitt am Scandinavian Park ein kleines Treffen von US-Cars statt.

Was mich neben einigen der Autos beeindruckt hatte, war der Umstand, dass ich scheinbar  der Einzige war, der den Motiven mit stilechten Kameras (ich hatte drei Stück dabei: die Pentax Spotmatic SP II, die Leica Mini II und die Akarette II) zu Leibe gerückt war. Von Handy bis Profi-DSLR war alles vertreten, aber alles Digital. Nicht alle meine Kameras passten in die Zeit der 50er, aber ich war zumindest mit Film unterwegs und auch nur in Schwarz-Weiss (einige Motive hätten auch gerne ein Farbbild vertragen). Aber ich bin auch so happy mit den Ergebnissen.

Aufgenommen wurden die Aufnahmen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektive kamen das Industar 50-2 3.5/ 50 und das Revuenon 2.8/135 zum Einsatz.

Schweineschnäuzchen II

Michael Moeller

Das kleine Biest macht natürlich auch an einer modernen Kamera eine gute, schlanke, ähhh… platte Figur. Auffällig unauffällig.

Aufgenommen mit der Pentax Spotmatic SP II auf Ilford FP4+, entwickelt in Kodak D76.
Als Objektiv kan das Voigtländer Color-Ultron 1.8/ 50 zum Einsatz.
Da der Aufsteckblitz nicht funktionierte habe ich einfach das Licht im Raum gelöscht, die Kamera im Bulb-Modus ausgelöst und den Blitz von Hand gezündet.