Archiv der Kategorie: Fotografie

Endlich wieder Nebel

Der sanfte, lauwarme Dauerregen unseres Sommers weicht so langsam den ersten Herbstboten. Das Laub lichtet sich und ändert seine Farben. Der morgendliche Nebel schafft unwirkliche Landschaften, entzieht der Umgebung die Sättigung und sorgt durch seine fluffige Erscheinung für weiche, kontrastarme Schattenzeichnungen.

Michael Moeller

Meist folgt auf den Nebel ein sonniger Tag oder es bleibt auch gerne mal neblig. Selten aber folgt Regen. Heißen wir ihn also Willkommen.

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Street at nite

Timan Könike veranstaltet in Flensburg immer  wieder in unregelmäßigen Abständen Workshops zum Thema Streetfotografie und das Sensibilisieren für neue Sichtweisen.

Michael Moeller

Eines der Themen ist „Street At Nite“, das Einfangen der Lichter und Schatten, Stimmungen und Situationen nach dem Untergehen der Sonne.

Michael Moeller

Ein Stativ ist nicht mit an Bord, es geht nicht um Langsamkeit und das Einfrieren von Bewegungen, sondern um Schnelligkeit. Ein Objektiv mit möglichst großer Offenblende (im Fotografensprech: möglichst lichtstarkes (!… was immer das im physikalischen Sinne bedeutet)) und ein hoher ISO-Wert sind schon fast ein Muss. Ich habe bei den Bildern meist ISO 1600 oder 3200 verwendet. Ich denke, die Belichtungszeitpriorität ist hier mal sinnvoll, um Verwacklungen zu vermeiden. Oder man fotografiert gleich im manuellen Modus.

Michael Moeller

Da es auf Schnelligkeit ankommt und meine Augen in der Dunkelheit nicht die Besten sind, habe ich mir erlaubt, anstelle mit einem Objektiv aus analogen Zeiten mit einem Canon AF-Objektiv unterwegs zu sein.
Allerdings verwende ich bei solchen Aktionen kein Zoom, schon aufgrund der geringeren Offenblende. Das verwendete 50/1.4 lässt sich bei Blende 2 oder 2.8 schon ganz gut verwenden.

Michael Moeller

Und Farbe? Kann man machen, muss man aber nicht. Meiner Meinung nach reichen dezente, klassische Graustufen in den meisten Fällen aus und wirken aufgrund der häufig unterschiedlichen Lichtfarben der künstlichen Leuchtkörper eher positiv und beruhigend.

Michael Moeller

Die Langsamkeit tut gut, einfach mal in Ruhe etwas durch die Stadt streifen und sich treiben lassen. Mit 2-3 Kollegen macht es nochmal so viel Spaß. Man geht ein Stück zusammen, irgendwann verliert sich jeder in seine Motive und später trifft man sich wieder, um gemeinsam weiterzugehen. Ich mags.

Und nächstes Mal nehme ich vielleicht einen Film mit.

Der Handschmeichler…

So lautet die Bezeichnung, die man über die Olympus µ[mju:} 1 am häufigsten hört. Durch die schlichte elegante, ergonomische Form, das abgerundete Design und die Haptik trifft es die Bezeichnung „Handschmeichler“ unter den klobigen, eckigen, bisweilen eher an Lego-Steine ohne Noppen erinnernden Designs der klassischen Point-and-Shoot-Kameras auch wirklich.

Michael Moeller

Das gute Stück kam ca. 1991 auf den Markt, die Stückzahlen überstiegen die Millionen bei Weitem. Abgelöst wurde sie dann von der Mju 2, welche ein Objektiv verbaut hatte, welches Blende 2.8 ermöglichte. In der Mju 1 muss ich mich allerdings mit Blende 3,5 als Offenblende zufrieden geben.

Hier ein paar technische Daten:

Vollautomatische Autofokus-Sucherkamera für Kleinbildfilm 24 x 36 mm mit DX-Kodierung.

Olympus-Objektiv 3,5/ 35 mm (3-Linser)

Aufnahmeabstand: 35 cm bis Unendlich.

Elektronisch gesteuerter Verschluss. 1/15 bis 1/500 Sekunde.

Aktives Infrarot-Autofocus-System mit Schärfe- und Belichtungsspeicher.

Lichtmessung: Mittenbetonte Integralmessung.

Filmempfindlichkeit: Automatisch von ISO 50 bis ISO 3200.

Automatisches Filmeinfädeln und motorischer Transport bis zum ersten Bild nach Schließen der Kamerarückwand.

Automatischer Filmtransport nach jeder Aufnahme.

Selbstauslöser: 12 Sekunden.

Blitzprogramme: Automatische Zuschaltung bei wenig Licht (AUTO), Gegen den „Rote-Augen-Effekt“ (AUTO-S), Aufhellblitz (FILL-IN)

Die Kleine hat mich 4 1/2 Taler gekostet, gefunden in der Grabbelkiste einer Haushaltsauflösungsfirma. Eine gute Investition, denke ich, denn soweit scheint alles zu funktionieren. Ich freue mich schon auf den ersten Film, ein Ilford FP4+ wird es werden.

Dunkel ist’s…

ein klein wenig zu Dunkel für meinen Geschmack.

Schuld ist wohl die Belichtungsmessung meiner Pentax Spotmatic II.
Den Kodak Tri-X 400 hatte ich ja schon ein Mal verwendet, damals in der Leica Mini II. Die Filmentwicklung habe ich mit den gleichen Parametern, D76 bei 20 °C und 11 Minuten Entwicklungszeit, wie eigentlich auch bei dem Letzten Tri-X 400, gelassen.

Im Vergleich zu den anderen analogen Kameras, die ich habe, belichtet sie um mindestens 1 Blendenstufe unter, gefühlt sind es eher 2 Stufen. Der Scanner hat schon ordentlich zu korrigieren und in der Nachbearbeitung muss ich auch noch einmal eingreifen, um die Tiefen etwas zu retten.

Somit bleibt nur die mauelle Belichtungskorrektur, die Kamera ganz gezielt für Push-Entwicklungen einsetzen oder der Wechsel auf eine andere Kamera.

Einen Film gebe ich ihr noch… oder 2? So schnell gebe ich ja nicht auf…

Flensburgs Hinterhöfe

Vielleicht wird es mal eine Serie, schöne Hinterhöfe gibt es in der Flensburger Innenstadt reichlich. Vor ein paar Tagen (vor viel zu vielen Tagen…) zog ich mit Nils durch ein paar der zum Teil historischen Höfe, die vom Nordermarkt und der Norderstraße abgehen.

Die Norderstraße ist die Verbindung zwischen dem Nordermarkt und dem Nordertor, dem Wahrzeichen Flensburgs. Das Nordertor ist leider der einzige Teil, der von der alten Stadtmauer erhalten ist.

Die Höfe der Norderstraße sind nicht so beachtet wie die der Großen Straße, der Haupteinkaufsstraße von Flensburg, viele haben aber durch die alten Handels- und Fabrikationshäuser sowie Schiffsausrüster, Kapitäswohnungen etc. einen historischen Charakter.

Die Katzengrafitties sind in der Norderstraße zu finden. Bis jetzt soll es 10 Stück davon geben.

Tigerlilie

Irgendwie stecke ich mit beiden Füßen im Sommerloch. Im September komme ich da hoffentlich dann auch wieder raus.

Vor ein paar Tagen habe ich einmal wieder ein Objektiv mit Zwischenringen getestet: das Meyer-Optik Görlitz Oreston 1.8/50:

Michael MoellerMichael MoellerMichael Moeller

Das Kleine gefällt mir immer besser.

Du hast den Farbfilm vergessen…

…oder so ging doch das Lied von Nina Hagen.

Vor ein paar Monaten kam die alte Minolta XG2 meines Großvaters zu mir.
Die Belederung ist ein wenig ramponiert und wurde an der einen oder anderen Stelle bereits geklebt. Die Batterie war leer, also musste eine Neue her. Testen konnte ich die Kamera im Leerlauf nicht, denn es war ein Film eingelegt und der Zähler zeigte, dass bereits vier Aufnahmen getätigt wurden.

Michael Moeller

Ich weiß nicht, wann mein Großvater aufgehört hat, mit der Kamera zu fotografieren, ich schätze, dass es so um 1990 gewesen sein muss, vielleicht auch etwas später. Somit war der Film seit ca. 25 Jahren oder auch etwas länger in der Kamera. Warum also nicht mal ein paar Aufnahmen damit machen?

Michael Moeller

Gesagt, getan, ein, zwei Testbilder gemacht: Zeiten und Verschluss klangen soweit ok und los ging es. Die Kamera hatte mich dann ca. zwei Monate begleitet, bis der Film dann endlich voll war. Das Zurückspulen lief ohne Probleme, der Film ist nicht gerissen. Es war (natürlich) ein Farbfilm, leider kein Schwarz-Weiß-Film in der Kamera. Eigenentwicklung fehlanzeige. Bis ich den Film dann abgegeben hatte, dauerte es wieder ein paar Wochen. Vor ein paar Tagen hielt ich dann die Negative in den Fingern, zusammen mit der Bildübersicht, dem Index-Print und der Mitteilung des Labors, dass der Film überlagert sei. Ach was…

Michael Moeller

Auf den Index-Prints waren einige Details zu erkennen, also rauf mit den Negativen auf den Scanner, obwohl auf den Negativstreifen fast nichts erkennbar war. Die Aufnahmen meines Großvaters waren leider alle komplett verloren.

Michael Moeller

Die Ergebnisse, der Aufnahmen, welche ich selbst angefertigt hatte,  überraschen mich, der sich mit den überlagerten Filmen noch nicht beschäftigt hat, doch schon etwas. Ich kann nur sagen: I love it. Jedenfalls ist das Ergebnis sehr weit entfernt von der klaren, sauberen digitalen Anmutung heutiger Bilder, aber ich glaube, ich werde sowas öfter machen.

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Michael Moeller

Auf ein Entflecken habe ich bei diesen Bildern ausnahmsweise verzichtet 🙂

Ach ja, als Objektive kamen das Minolta 1.7/50 und das Minolta 2.8/35 zum Einsatz.