Archiv der Kategorie: Städte

Industriehafen Flensburg

Bevor diese Anlage verschwindet schnell noch ein paar Bilder gemacht… ja, leider werden auch diese markanten Silos irgendwann einem Hotel weichen.

Ilford FP04+ Minolta XD7 - 0013

Es mag ja etwas Schönes, Neues entstehen, meist aber ist der Verlust der alten Kulisse nur schwer in angemessener Weise zu ersetzen, ohne das Stadtbild komplett zu verändern.

Ilford FP04+ Minolta XD7 - 0014

Die Wolkenbildung war an diesem Tag genial, mit einem Rotfilter konnte ich den Kontrast zwischen Himmel und Wolken noch verstärken.

Ilford FP04+ Minolta XD7 - 0015

Technik?

Minolta XD7 mit den Rokkoren 1.4/50 und 2.8/35

Film: Ilford FP4+ @ISO 125

Entwickler: Ilford ID11

… und natürlich der erwähnte Rotfilter von Cokin.

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Wikingturm, Schleswig

Bilder vom Wikingturm in Schleswig habe ich ja schon das eine oder andere Mal gepostet. Die Meinungen der Schleswiger reichen von „Wahrzeichen“ zu „Schandfleck“, wobei die Anhänger der zweiten Variante wohl deutlich überwiegen.

Auf der Suche nach Motiven mit der 6×17 Lochkamera kam mir dieses Bauwerk gerade Recht.

Ilford FP4+ RSS 6x17 - 0003

Kamera: RealitySoSubtle 6×19
Brennweite: 70 mm
Blende: 233
Format: 6×17 cm
Film: Ilford FP4+
Belichtungszeit: 55 sec.
Filter: Orangefilter

 

Pinhole 6×17

Endlich einmal ein Beitrag, der ohne den Begriff „Altglas“ auskommt. Das einzige glasähnliche Material, welches bei diesen Bildern zum Einsatz kam waren die Filterscheiben für die Farbfilter und einen Grauverlaufsfilter.

Die Entstehungsgeschichte der ersten beiden Bilder habe ich ja schon beschrieben. Bemerkenswert finde ich an dem zweiten Bild, dass es nicht komplett überbelichtet ist, da es ja aus zwei Belichtungen besteht. Aber auf der anderen Seite: eine richtige Belichtung und eine richtige Belichtung ergeben eine Blende Überbelichtung… und das steckt der Film weg. Und ich habe scheinbar ein gutes Stativ.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL_

Grünfilter, oberes Loch, 20 sec.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0001

Grünfilter, unteres Loch, 60 sec. und 300 sec. (Doppelbelichtung)

Am zweiten Aufnahmetag war ich mit Reinhard unterwegs. Ein kleiner Fotowalk in Sonvik und an der Flensburger Innenförde, Ausbeute: zwei Bilder. Das zweite Bild musste ich leider etwas beschneiden, da mein Finger beim Festhalten des Filters mit im Bild war.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0003

Grünfilter, oberes Loch, 85 sec.

Ilford FP4+ RSS-Pinhole - FL 0004

Grauverlaufsfilter, unteres Loch, 30 sec.

Nun ist auch das Geheimnis meiner Neuanschaffung gelüftet. Bilder von der Kamera folgen noch. Nur soviel vorweg: es handelt sich um eine 6×17 Lochkamera mit zwei Löchern, jeweils eines im oberen und unteren Drittel, um eine gerade Horizontlinie zu erzielen.

 

Nikon FA + Nikkor 2.8/105 Makro

Vor einiger Zeit bekam ich von einem Vater eine Nikon FA geschenkt, dazu gab es ein 28 mm Objektiv. Mich kribbelte es dann längere Zeit nicht, das gute Stück anzufassen. Warum ein neues System? Dann noch Nikon mit einem Auflagemaß, welches die direkte Verwendung der alten M42-Linsen zunichte macht. Ein Fall für die Vitrine. Bis…

… ich das 105er Makro von Nikon dazu erhielt. Die Linse sieht an der Kamera schon irgendwie putzig aus, neues Design vs. alte Kameratechnik. Aber Makro? Ich hatte lange Zeit überlegt, ob ich mir mal ein Makro zulegen sollte, nun hielt ich eines in meinen Händen. Warum nicht einmal einen Film riskieren?

Und ja, hey, das Ding macht Krach. Aber im positiven Sinne. Als Film kam ein Ilford FP4+ zum Einsatz, Entwickelt wurde in D76. Die Bilder waren kontrastreich und knackig, wie ich es nur in Ausnahmefällen mit anderen Linsen hinbekommen habe…
was dafür spricht, dass die Linse wichtiger ist als die eigentliche Kamera…

Ilford FP4+ Nikon FA 0009

Leuchtturm Falshöft

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0015

Die Alex, ein Flensburger Wahrzeichen

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0024

Detail Mastlegeanlage

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0027

Offenblende

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0033

Meine alte Taschenuhr – Blende 16

 

Ilford FP4+ Nikon FA 0036

Meine alte Taschenuhr

 

Ich mag den „Look“ der Bilder, einen Adapter für meine Canon habe ich schon, jetzt fehlt nur noch einer für Nikon-Objektive an Minolta. Die FA und ich werden wohl keine großen Freunde, obwohl sie bestimmt eine gute Kamera ist. Vielleicht gibt es aber auch eine Version für „mit dem linken Auge durch die Kamera gucker“!?

Wer weiß, aber nachdem ich mehrfach den Spannhebel fast im Auge hatte, wird sie wohl wieder überwiegend in die Vitrine verschwinden. Schade eigentlich…

 

 

 

 

Urlaub, DSGVO und sonst so?

So langsam komme ich aus dem zweiwöchigen Portugal-Urlaub wieder zu Hause an. Die Zeit vergeht leider immer wieder viel zu schnell. Nach einer kleinen Auszeit vom Bloggen soll es nur wieder langsam losgehen, das Schreiben, das Bilder machen, das Arbeiten.

Zunächst einmal darf ich meinen Blog DSGVO-konform machen. Ich freue mich schon auf die Recherche und Optimeriungsarbeit… wie auf eine Darmgrippe… Aber den Blog deshalb einstellen kommt für mich auch nicht in Frage.

Daneben folgt die Aufarbeitung der Portugal-Bilder aus nun leider schon zwei Urlauben, vielleicht das Anfertigen von zwei oder drei Bildern (Prints) für mein Arbeitszimmer oder das Wohnzimmer und natürlich das Arbeiten und Lernen in der Dunkelkammer.

Nebenbei, ich habe zum ersten Mal seit vielen Jahren im Urlaub auch wieder analog fotografiert, das Meiste in Schwarz-Weiß. Ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt. Leider liegen hier jetzt 8 Filmspulen, die Entwickelt, gescannt und weiterverarbeitet werden müssen, und das auch noch bei den derzeit herrschenden Temperaturen von fast 30 °C. Wie soll man da die Temperatur beim Entwickeln auf konstant 20 °C lassen? Ach, es ist ja ein Farbfilm dabei, den muss ich zum Entwickeln abgeben. Da waren es nur noch sieben Filme. Klingt doch schon viel Freundlicher 🙂

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Hier schon einmal ein kleiner, nicht so oft gesehener Einblick aus Lissabon. Die Farben im Fenster kommen durch den Pol-Filter richtig schön raus.

In Portugal waren es übrigens nur ca. 20 bis 22 °C, recht frisch für die Jahreszeit also. Das Baden im Atlantik blieb uns leider versagt, dafür konnte man hier schon in die Ostsee. Verkehrte Welt…

Ach ja, in Portugal kam auch zum erstem Mal meine neue Instax  zum Einsatz. Bei vollem Licht hat sie leider deutliche Schwächen. Schade. Vielleicht muss ich sie auch nur lernen, sie zu Verstehen.

Sønderborg

Am Samstag, gestern, um genau zu sein, traf ich mich endlich einmal wieder mit Reinhard  zu einem kleinen Sabbel- und Fotografierspaziergang. Mit dabei waren wieder einige Neuerungen der Kameratechnik, wie eine 6×6 Mittelformatkamera von Zeiss, Reinhards alte Minolta (so ein neumodisches Teil mit AF und Winder und so, völlig Unauthentisch für das echte Analog-Feeling) und eine Mamiya RZ67, die aber nicht zum Einsatz kam (nächstes Mal ist sie fällig!).

Spontan ging es über die dänische Grenze nach Sønderborg. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, es regnete ausnahmsweise einmal nicht und die Temperaturen waren Moderat bei ca. 5 °C. Zu Anfang der Tour schoss ich mich mit der Mittelformat-Kamera und Parallel mit einer Kleinbildkamera ein, bei zunehmender Dunkelheit wechselte ich dann aber auf den digitalen Sensor.

Eine „goldene Stunde“ blieb uns durch die Wolken leider verwehrt.

Am Strand bot sich dann ein schöner freier Blick auf die Flensburger Förde:

Das Fokussieren mit dem Voigtländer Color-Scoparex ist normalerweise sehr einfach, die Luft über der See war allerdings schon etwas diesig und sorgte für den einen oder anderen Fehlschuss.

Mit zunehmender blauer Stunde wurden wir aber mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Michael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael MoellerMichael Moeller

Das nächtliche Sønderborg bot mit Blick vom Schloss aus nochmal eine schöne Kulisse, wie sie nur Hafenstädte bieten können. Ein paar Poller wurden von uns dabei als Stativ missbraucht. Bei den obigen Aufnahmen kam ein Grauverlaufsfilter zum Einsatz, um Himmel und Wasser in einer möglichst gleichmäßigen Helligkeit abbilden zu können. Dieser Filter bewirkte auch an der Flekto-Squeezerlens ein kleines Wunder, was den Helligkeitsverlauf anging.

Und ich merke immer mehr, wie sehr mir das Vollformat fehlt…

Ich freue mich auf die nächste Tour, die Stadt hat nochviel mehr zu bieten. Aber erst einmal gilt es, den Film zu entwickeln.

 

Industriehafen FL – Mittelformat

Der Flensburger Fotograf Tilman Köneke veranstaltete am letzten Samstag wieder einen kleinen Workshop zum Thema Street-Fotografie „Blndspot Entdeckungstour: Industriehafen/ Ballastkai„.

Das Bedeutete: eineinhalb Studen rumlaufen am vermutlich schnuddeligsten Stückchen der Flensburger Förde in einem eisigem Wind. Dazu gab es ein kleines Thema und, normalerweise, eine kleine Bildbesprechung hinterher, die aufgrund der Kälte aber auf eine Internet-Präsentation verschoben wurde. Dafür gab es hinterher Kaffee im Marien-Café, dem Café mit den 1000 Kannen.

Immerhin sind sieben der acht Aufnahmen mit der Zeiss Ercona Mittelformat-Kamera etwas geworden, eine Aufnahme war komischerweise komplett überbelichtet.

 

Den Workshop zeichnet eine kleine, aber stetig wachsende Runde an Fotografen aus. Neben der Motivsuche war immer wieder viel Zeit zum Schnacken und Austauschen. Und sogar einen Lost Place gab es noch zu bewundern, leider war dieser in einem bemittleidenswerten Zustand.

An dem vorgegebenen Thema habe ich mich nun weniger versucht, mir ging es eher um die Reduktion und das Erkunden des Ortes mit meinen analogen Möglichkeiten.

Bilder aus der Minolta folgen auch noch, es sind vermutlich auch noch einmal sieben Aufnahmen. 14 Aufnahmen. Andere haben das 10-fache gemacht…